Oö: Höhenrettergruppe Eberstalzell übt auf Baukran
Eberstalzell (Oö): Am Samstag, dem 12. Oktober 2013, hat die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Eberstalzell, Rotes Kreuz Wels und Rotes Kreuz Sattledt den Ernstfall erprobt. Bei der Übung ging es darum, einen Kranführer in 30 Meter Höhe medizinisch zu versorgen und im Anschluss zu retten.
Seit Jänner 2013 ist die FF_Eberstalzell Offizieller Höhenretterstützpunkt für den Bezirk Wels-Land. Um für diese Aufgabe gerüstet zu sein, müssen die rot eingekleideten Spezialisten für höher und tiefer gelegene Unfallorte, laufend Übungen abhalten. So auch am Samstag 12. Oktober. Im Zuge dieser Höhenretter-Übung wurde besonders die Zusammenarbeit und Kommunikation mit zwischen Einsatzorganisation überprüft und geübt. Dazu wurde eine Personenbergung aus einem 30 Meter Turmdrehkran sowie die medizinische Erstversorgung in großer Höhe als Übungsszenario angenommen.

Bei diesem Szenario stößt die normale Ausrüstung der Feuerwehr schnell mal an ihre Grenzen und auch die Anforderungen an den Retter sind sehr speziell. Es erfordert ein körperlichen Konstitution und Schwindelfreiheit aber auch ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit, um ein derartiges Einsatzszenario sicher abarbeiten zu können.
Bevor jedoch die Höhenretter und das Rote Kreuz mit der eigentliche Bergeübung los legten, wurde der Aufstieg durch die Höhenretter gesichert und die jeweiligen Teilnehmer mit der Ausrüstung vertraut gemacht. Danach folgte eine erste „Höhengewöhnung“ , bei der sich jeder Teilnehmer aus 30 Meter abseilen lassen konnte und sich mit den sehr beengten Platzverhältnissen am Turmdrehkran vertraut machen konnte. Die wirkliche Bergeübung begann unter der Annahme, dass der Kranfahrer bewusstlos ist und durch die Höhenretter zügig nach unten abgelassen werden muss. Eine medizinische Erstversorgung muss noch Vorort erfolgen, dazu musste auch Einsatzkräfte des Roten Kreuzes zum Kranführer aufsteigen. Für diese Übungsannahme wurden ca. 100 Kilogramm Ausrüstungsmaterial per Muskelkraft auf die 30Meter gebracht werden, diese Gerätschaften mussten für die gesamte Dauer der Übung auch permanent geben Absturz beziehungsweise Herunterfallen gesichert werden. Dies verlangte von den Teilnehmern ein Höchstmaß an Konzentration und Disziplin.

Zunächst wurde der Kranführer zur Erstbergung mit einem Bergegeschirr versehen, mittels Flaschenzug nach oben hin geborgen und auf dem hinteren Ausleger sicher in eine Korbtrage abgelegt. In Folge wurde der Patient in der Korbtrage fixiert und durch das Rote Kreuz erfolgte die weitere medizinische Versorgung. Zwischenzeitlich wurden die nötigen Vorbereitungen getroffen um ein sicheres Ablassen nach unten zu ermöglichen. Der Patient wurde während des Ablassens durch einen Höhenretter begleitet, sowie die nötigen medizinische Gerätschaften mussten mit abgeseilt werden.
Bilanz: Die Übungsleiter von Roten Kreuz und Höhenretter Eberstalzell waren mit der gezeigten Leistung rundum zufrieden.
