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Oö: Vermisster Taucher im Attersee in 85 m Tiefe geortet und geborgen

Oberösterreich: Feuerwehrtaucher haben am Sonntag, 20. Oktober 2013, die Leiche eines 43-jährigen Tauchers aus Polen geortet, der am 12. Oktober verunglückt war. Die Behörden erließen ein Tauchverbot für drei Tage im Bereich der Schwarzen Brücke.

Am Sonntag gegen Mittag schlug das Spezialsuchgerät an, so der Einsatzleiter der Feuerwehrtaucher in Weyregg am Attersee, Konrad Hitzfelder.

In 85 Meter Tiefe entdeckt: Die Leiche des Polen wurde laut Polizei in 85 Metern Tiefe gesichtet. Nun geht es an die Bergungsarbeiten, am Dienstagnachmittag soll die Leiche aus dem Attersee geholt werden. Bis Mittwoch, 22.10., gilt daher ein Tauchverbot im Umkreis von 150 Metern.
Ein Kriseninterventionsteam betreut die Angehörigen des Polen, die sich derzeit in Österreich aufhalten. Der 43-Jährige war vor neun Tagen mit einem Freund im Bereich der Schwarzen Brücke im Attersee tauchen gegangen. Dieser Bereich ist bei Sporttauchern besonders beliebt. Die beiden wollten besonders tief hinunter, nämlich über 110 Meter. Nachdem der 32-jährige Freund aufgetaucht war, wartete er, doch der 43-Jährige tauchte nicht mehr auf.

Bereits drittes Todesopfer im Attersee: Im Attersee kommt es immer wieder zu schweren Tauchunfällen, meist im Bereich der Schwarzen Brücke bei Steinbach. Im März kam dort ebenfalls ein Pole ums Leben. Insgesamt gibt es heuer bereits drei Todesopfer im Attersee.

Leiche von Taucher wird geborgen
Am Dienstag wird die Leiche jenes Tauchers geborgen, der am 12. Oktober bei der Schwarzen Brücke im Attersee ertrunken ist. Immer wieder gibt es dort Todesopfer. Die Behörden sind machtlos, ein Tauchverbot ist gesetzlich nicht durchsetzbar.
200.000 Tauchgänge gibt es jedes Jahr im Attersee. Fast alle verlaufen ohne Probleme. Einige wenige aber enden tödlich, vor allem im Bereich der Schwarzen Brücke in Steinbach am Attersee.

Immer wieder tödliche Unfälle
In diesem Bereich ist der See besonders tief, immer wieder passieren hier in Tiefen von 80 bis 100 Metern tödliche Zwischenfälle. In letzter Zeit suchen auffallend oft Tauchtouristen aus Osteuropa den „Kick“, dort besonders tief zu gehen. Das letzte Todesopfer ist ein 43-jähriger Pole, seine Leiche wurde in 85 Meter Tiefe geortet.

Tauchverbot nicht durchsetzbar
Die Behörden sind machtlos, denn es gibt kein Gesetz, das das Tauchen im Attersee verbietet. Ein Tauchverbot wäre nur machbar, wenn man die Einhaltung auch kontrollieren könnte, und das sei in diesem großen See eben unmöglich, so der Bezirkshauptmann von Vöcklabruck, Martin Gschwandtner. Nur vorübergehend und örtlich begrenzt kann ein Tauchverbot ausgesprochen werden, etwa während der Bergung nach einem Tauchunfall.

ORF Oberoesterreich

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