Deutschland: Festsitzendes Tankschiff in Düsseldorf
Düsseldorf (Deutschland): Für einen niederländischen Schiffsführer und seine vier Kollegen begann das neue Jahr 2014 mit einem Schrecken, er fuhr mit seinem Tankschiff auf eine Buhne und saß fest.
Anwohner beobachteten den Vorfall und informierten die Feuerwehrleitstelle, dass sich ein Schiff in Höhe Rheinkilometer 759 im Bereich der Ortschaft Wittlaer festgefahren hat. Der Leitstellendisponent alarmierte daraufhin die zuständige Feuerwache Flughafenstraße, die Löschgruppe Wittlaer mit ihrem Rettungsboot, die Taucherstaffel, das Löschboot der Feuerwehr Düsseldorf sowie ein Boot der DRK-Wasserwacht.
Als die ersten Kräfte an der Unglücksstelle eintrafen, bot sich ihnen folgendes Bild: Ein nicht beladenes niederländisches Tankschiff hatte sich stromaufwärts fahrend, in Höhe Wittlaer, mit dem Bug auf einer Buhne festgefahren. Die Besatzung des Tankers versuchte, das Schiff aus eigener Kraft wieder flott zu bekommen. Die Erkundung der Feuerwehr ergab, dass das havarierte Schiff nicht beladen und nicht leckgeschlagen ist. Die Feuerwehrkräfte an Land und die Rettungsboote konnten nach rund einer Stunde ihren Einsatz beenden, da von dem Havaristen keine Gefahr ausging.
An der Unglücksstelle verblieben lediglich das große Löschboot der Feuerwehr zwecks Sicherungsmaßnahmen und die ebenfalls alarmierte Wasserschutzpolizei mit zwei Booten sowie das Wasser- und Schifffahrtsamt mit einem Boot. Die Versuche, aus eigener Kraft von der Buhne freizukommen, scheiterten. Auch mit Unterstützung eines zwischenzeitlich zu Hilfe gekommenen Frachtschiffs gelang es nicht, das Tankschiff zu befreien. Während der Befreiungsversuche wurde der Rheinabschnitt bei Wittlaer kurzfristig für die Schifffahrt gesperrt.
Wie lange sich die Befreiungsaktion des Havaristen noch hinzieht, ist nicht bekannt. Derzeit wird auf ein zweites Frachtschiff gewartet, das aus Krefeld kommt. Es soll dann versucht werden, mit vereinten Kräften zweier Frachtschiffe das festgefahrene Tankschiff frei zu schleppen.
