Technisch

Nö: Lenker nach Sattelschlepperunfall auf A22 unter Fahrzeug eingeklemmt: tot

Korneuburg (Nö): In der Nacht auf den 28. Februar 2014 wurde die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Korneuburg um exakt 01:52 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf die Autobahn A22 gerufen.

Binnen kürzester Zeit nach der Alarmierung rückte das Kommando-Vorausfahrzeug(Besatzung 1:4) zum Einsatzort Höhe Straßenkilometer 13.5, auf der Richtungsfahrbahn Wien, aus. Weitere Einsatzkräfte (Tanklösch- und Rüstfahrzeuge) der Feuerwehr folgten im Minutentakt.

Vor Ort bot sich der Feuerwehr folgende Lage: Ein Sattelzug hatte die rechte und linke Fahrbahnbegrenzung gerammt, war umgestürzt und auf der Seite auf dem 2. Fahrstreifen zum Liegen gekommen. Für den Lenker, welcher aus dem Fahrerhaus geschleudert und vollständig unter dem LKW-Aufbau eingeklemmt war, kam leider jede Hilfe zu spät. Durch den Anprall des Lkw an der Betonleitwand lagen die Trümmer der Rückhalteeinrichtung einige hundert Meter im Umkreis, auch auf der Gegenfahrbahn, verstreut.

Um ausreichend Mannschaft für die Bergung zur Verfügung zu haben, wurde um 02:24 Uhr Sirenenalarm in der Stadt Korneuburg ausgelöst und die Stadtfeuerwehr Tulln (Kranfahrzeug) zur Unterstützung alarmiert (03:01 Uhr).

Als Sofortmaßnahmen wurden ein Brandschutz und eine umfangreiche Beleuchtung der Einsatzstelle aufgebaut. Die Gegenfahrbahn musste von der Autobahnpolizei wegen der durch Betonbrocken verunreinigten Fahrbahn abgesichert werden. Danach räumte die Mannschaft der Feuerwehr die Richtungsfahrbahn Praha frei, um so einen sicheren Verkehrsfluss gewährleisten zu können.

Die Lkw-Ladung bestehend aus ca. 15 Tonnen Süßwaren auf 34 Paletten verpackt, musste händisch ausgeräumt werden. Den Abtransport der Ware mittels Kranwagen und Greifer übernahm der herbeigerufene Fuhrunternehmer Leo Hiesinger.

Nach Anheben des LKW-Aufbaus mittels „Kran Tulln“ konnte die tote Person geborgen und an die Bestattung übergeben werden.
Für die Bergung mussten beim verunfallten LKW die Kardanwelle demontiert und die Bremsen gelöst werden. Danach konnte das Wrack mittels Niederdruck-Hebekissen, zweier Seilwinden (TLF 1+3) und dem Kranfahrzeug der Feuerwehr Tulln aufgestellt werden.

Ausgelaufene Betriebsmittel wurden mittels Absordan Absorber gebunden und fachgerecht entsorgt werden. Die Verständigung der Bezirkshauptmannschaft übernahm die Polizei. Der Unfall-LKW wurde zur Betriebsumkehr Langenzersdorf geschleppt und dort gesichert abgestellt, wozu die Batterie abgeklemmt werden musste. Die endgültigen Aufräumarbeiten übernahm die ASFINAG, welche sich hierzu einer Hochdruckstraßenreinigungsmaschine bediente.

Durch den Unfall kam es im Morgenverkehr zu erheblichen Stauungen auf den Ausweichrouten. Während der Vorbereitungsmaßnahmen für die Bergung stand nur ein Fahrstreifen zur Verfügung, danach musste die Autobahn vollständig gesperrt werden.

Freiw. Feuerwehr der Stadt Korneuburg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert