Brand

Nö: Kriegsmunition behindert Löscharbeiten bei Waldbrand in Lilienfeld

Lilienfeld (Nö): 23. März 2014 – Die Löscharbeiten vor Einbrechen der Dunkelheit haben ihre Wirkung gezeigt. Vereinzelt mussten am Schneisenrand kleinere aufkommende Brände gelöscht werden.

Abschluss-Update um 18.45 Uhr des 23. März 2014

Brände innerhalb der bereits abgebrannten Schneise mussten zur Sicherheit der Einsatzkräfte brennen gelassen werden. Mit 6.00 Uhr sind am Sonntag den 23. März 2014 wieder weitere Kräfte alarmiert worden.

In den Nachstunden waren fünf Feuerwehren mit 29 Mitgliedern im Einsatz. Diese Mannschaft wird ab 6.00 Uhr abgelöst bzw. mit vier weiteren Feuerwehren ergänzt, auch die beiden Eurocopter des BMI und die Flug-Basisgruppe werden ab 8.00 Uhr ihren Einsatz fortsetzen. Explosionen waren in der Nacht nicht zu verzeichnen, allerdings wurde gestern nicht nur Maschinengewehrmunition gefunden sondern auch eine Granate, das sich weitere in diesem Bereich befinden muss angenommen werden.

Da die vorhergesagten Niederschläge laut Aussagen der Flug-Wetterwarte nicht ergiebig genug sein werden (8 Liter pro m² in 8 Stunden) muss derzeit mit einem längeren Einsatz gerechnet werden der unter Umständen auch heute nicht beendet werden kann.

Update um 11.10 Uhr
Die Löscharbeiten sind in vollem Umfang in gang, einsetzender leichter Regen begünstigt die Löscharbeiten. Starker Nebel über dem Brandgebiet verhindern allerdings einen Einsatz der beiden Hubschrauber des Innenministeriums, sie und die Flugdienst-Basisgruppe haben ihren Einsatz mittlerweile beendet da eine Besserung des Flugwetters nicht in Sicht ist.

Mit 10 Löschleitungen, die entlang der Brandschneise verlegt sind und von mehreren Tanklöschfahrzeugen versorgt werden, kämpfen sich die Löschmannschaften langsam, teilweise mit Feuerpatschen und Schanzwerkzeug, von außen in den eigentlichen Brandbereich. Immer wieder kommt es in diesem Bereich zu kleineren Stichflammen die aus alter im Waldboden liegender Munition aus dem 2. Weltkrieg stammen die bei der Verbrennung des Munitionstreibmittel entstehen.

Obwohl immer wieder Kriegsrelikte gefunden werden ist es zum Glück zu keinen weiteren Explosionen, wie gestern zu Beginn des Einsatzes, gekommen. Die Dauer des Einsatzes kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden, eine Front mit Starkregen und Schnee bis 500 Meter Seehöhe, die sich lt. Landeswarnzentrale von Westen her nähert, könnte jedoch Erleichterung bringen.

Derzeit sind in Einsatz:
FF Lilienfeld
BTF Neuman Marktl
FF Traisen Markt
FF Lehenrotte
FF St. Aegyd Markt
RK Lilienfeld
Gesamt 60 Mitglieder der Feuerwehren und fünf vom Roten Kreuz

Update um 15.00 Uhr
Früher als erwartet konnte vom Einsatzleiter das Kommando „Brand aus“ gegeben werden! Obwohl der versprochene Starkregen noch nicht in Lilienfeld eingetroffen ist haben die umfassenden Löschmaßnahmen, das betroffene Waldgebiet wurde mit Löschleitungen „umzingelt“, seine Wirkung gezeigt. Die Mannschaft der derzeit eingesetzten Feuerwehren haben bereits mit dem Abbau der Gerätschaften und dem Reinigen dieser begonnen. Der Einsatz kann heute noch abgeschlossen werden.

Resüme:
Nach einem technischen Defekt bei einem Harvester, der bei Holzschlägerungsarbeiten eingesetzt war, brach Samstag Mittag auf einer Seehöhe von 883 Meter ein Waldbrand auf einer Fläche von etwas mehr als zwei Hektar aus. Über 200 Feuerwehrmitglieder verlegten über 1.000 Meter Schlauch und fällten rund 30 Bäume um den Flammen Herr zu werden. Starker Wind am ersten Tag und Nebel am 2. Tag bzw. Kriegsrelikte aus dem 2. Weltkrieg die in der Anfangsphase explodierten, erschwerten die Löscharbeiten die am 1. Tag von zwei Hubschraubern des BMI unterstützt wurden. Das mit Netzmittel vermengte Löschwasser zeigte bei einsetzen des Regens seine Wirkung – der Regen perlte an der Oberfläche ab und gelangte somit rascher an die Glutnester die unter der obersten Ascheschicht lagen.

Insgesamt standen 218 Feuerwehrmitglieder mit 43 Fahrzeugen von 13 Feuerwehren über 2.400 Stunden(inkl. der Sondereinheiten, exkl. BMI, Polizei und RK) im Einsatz.

In den zwei Tagen standen gesamt im Einsatz:
FF Lilienfeld
BTF Neuman Marktl
FF Schrambach
FF Traisen Markt
FF Lehenrotte
FF Eschenau
FF Rotheau
FF St. Aegyd Markt
FF Türnitz
BTF Roth Technik Austria
FF Wiesenfeld
Presseteam des BFKDO Lilienfeld
Polizei Lilienfeld
Flugdienst Basisgruppe West Amstetten
Bundesminsterium für Inneres
RK Lilienfeld
NAW Lilienfeld

http://www.bfkdo-lilienfeld.at/

Info des Flugdienstes Amstetten:
Zu einem großflächigem Waldbrand kam es am Samstag, den 22.März 2014 im Bezirk Lilienfeld im Bereich Jungherrntal. Aufgrund des unwegsamen Geländes und der 2 Hektar großen Waldfläche wurde auch die Flugdienstgruppe West von der FF Amstetten alarmiert. Sofort rückten 12 Mitglieder der FDG West zum Einsatzort nach Lilienfeld aus. Zwei Hubschrauber vom Bundesministerium für Inneres führten mit Bambi Buckets und einem Chadwick die Brandbekämpfung aus der Luft durch. Um die Löschwirkung zu verbessern wurde auch ein Netzmittel beigemengt, insgesamt wurden 47 Turns mit je 400l Löschwasser geflogen, das ergibt eine Wassermenge von 18.800l die aus der Luft abgeworfen wurde! Vom Österreichischen Bundesheer wurde ein Tankwagen mit Kerosin am Landeplatz beigestellt, von der Feuerwehr wurde auch eine Crash Crew gestellt.

11 Feuerwehren aus dem Bezirk Lilienfeld standen zwei Tage im Einsatz. Mit einem Tankwagen-Pendelverkehr und einer etwa 500 Meter langen Löschleitung wurde versucht die Flammen zu löschen. Erschwert wurden die Löscharbeiten durch kleinere Explosionen und Schüsse die durch Kriegsrelikte verursacht wurden die in diesem Gebiet seit dem 2. Weltkrieg lagern. Am Sonntagmittag konnte endlich Brandaus gegeben werden.

http://www.ff-amstetten.at

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