USA: Schlammlawine -> Bis zu 200 Tote befürchtet
Washington (USA): Zwei Tage nach einem schweren Erdrutsch im US-Staat Washington ist die Zahl der Toten auf 14 angestiegen. Zudem seien im Laufe des Tages noch mehr Namensmeldungen über mögliche Vermisste eingegangen und auf nunmehr 176 gewachsen, hieß es am 24. März 2014 von den US-Behörden.
Bei dem Erdrutsch in der kleinen Gemeinde Oso rund 100 Kilometer nördlich von Seattle waren am Samstag, 22. März 2014, mindestens 30 Häuser zerstört worden. Schwere Regenfälle hatten die gewaltige Schlammlawine ausgelöst. Mit Spürhunden, Hubschraubern und elektronischen Geräten wurde gestern die Suche nach Vermissten fortgesetzt.
Schwierige Sucharbeiten
Die Einsatzteams müssten „enorme Herausforderungen“ bewältigen, sagte Feuerwehrchef Travis Hots. Die Helfer kämen bei den Sucharbeiten in dem zähen Schlamm mit Geröll und Trümmern nur langsam voran. Teilweise habe sich der Schlamm wie Zement verfestigt, an anderen Stellen sei er wie Treibsand.
Die Schlammlawine sei mehr als 450 Meter lang, sagte der Geologe Dave Norman. Das Geröll- und Schlammfeld ist stellenweise bis zu zehn Meter tief. Das sei einer der größten Erdrutsche, den er je gesehen habe, gab der Wissenschaftler an. Die Verwüstung bedeckt eine Fläche von mehr als 360 Fußballfeldern. Auch ein breiter Abschnitt einer Bundesstraße wurde unter der Schlammlawine begraben.
