Deutschland: Neun Feuerwehren im Einsatz: Großfeuer auf landwirtschaftlichen Anwesen in Elmenhorst

ELMENHORST (DEUTSCHLAND): Ein Großfeuer hat am Montagmorgen, 30. März 2015, den Dachstuhl und das Obergeschoss eines Zweifamilienhauses auf dem Gelände eines landwirtschaftlichen Anwesens mit Schweinemast- und Reitbetrieb in Elmenhorst (Stormarn) zerstört.

Zwei Reiterinnen, die ihre Pferde versorgen wollten, hatten gegen 07.15 Uhr starke Rauchentwicklung aus dem Dach des Zweifamilienhauses bemerkt und die Feuerwehr gerufen.

Meterhohe Flammen aus dem Dach

Als wenig später erste Einsatzkräfte aus Elmenhorst die Hofanlage an der Bargfelder Straße zwischen Elmenhorst und Bargfeld-Stegen erreichten, loderten meterhohe Flammen aus dem Dach; wenig später stand der gesamte Dachstuhl in Vollbrand. Einsatzleiter Bernd Fritz, Gemeinde und Ortswehrführer in Elmenhorst, ließ Vollalarm für acht weitere Wehren aus der Region auslösen. Die Feuerwehren aus Bargteheide, Neritz, Jersbek, Klein Hansdorf -Timmerhorn, Bargfeld-Stegen, Nienwohld und Fischbek wurden zur Unterstützung nachalarmiert. "Insgesamt waren 138 Kameradinnen und Kameraden in den Einsatz eingebunden" sagte Fritz.

Starker Wind erschwert Einsatz

Erhebliche Rauchentwicklung auf dem gesamten Hofgelände und starker Wind, der das Feuer im Dach des Wohngebäudes anfachte, erschwerte zunächst die Erkundung der Brandstelle und den ersten Löschangriff. Vier Bewohner des Hauses hatten sich unverletzt ins Freie retten können. Der massive Löschangriff wurde über Außen- und Innenangriff geführt. Während zwei Trupps unter Atemschutz über Steckleitern in das Obergeschoß des Gebäudes vordrangen, wurden die Flammen im Dachstuhl von außen über die Drehleiter aus Bargteheide bekämpft.

Wasserversorgung rasch hergestellt

Die Wasserversorgung erfolgte durch Entnahme aus zwei Löschteichen und einem Hydranten. Ein Löschteich befindet sich in mittelbarer Nähe des Brandortes, während der zweite Teich 500 Meter, und der Hydrant ca. 900 Meter von der Brandstelle entfernt liegen. Trotz der großen Distanz gelang es den Kräften rasch eine belastbare Wasserversorgung aufzubauen. Zum Einsatz kamen fünf C-Rohre und ein Wenderohr.

Keller ausgepumpt

Nachdem klar war, dass weder die Mastställe noch der Reitbetrieb durch das Feuer gefährdet waren, konzentrierte sich der Einsatz ganz auf den Erhalt des Zweifamilienhauses. Im Keller des Gebäudes befinden sich sämtliche Stromanschlüsse für die Be- und Entlüftungsanlagen der Wirtschaftsgebäude, der Mastställe sowie für die Photovoltaik-Anlage. Noch während der Löscharbeiten musste der Keller des Wohnhauses, in dem sich große Mengen Löschwasser gesammelt hatte, gelenzt werden. " Nur mit dieser Maßnahme konnten wir einen Kurzschluss in der empfindlichen E-Anlage verhindern", beschreibt Einsatzleiter Fritz eine weitere Herausforderung bei diesem Einsatz. Das Feuer war gegen 09.30 Uhr gelöscht. Die Nachlösch- und Aufräumungsarbeiten dauerten bis 12.30 Uhr an.

Hoher Schaden

Trotz des massiven Löscheinsatzes konnte nicht verhindert werden, dass der Dachstuhl und das obere Stockwerk des Zweifamilienhauses völlig zerstört wurden. Große Schäden verursachte das Löschwasser in Erdgeschoß und Keller des Gebäudes. Das Haus ist unbewohnbar; die Kripo beschlagnahmte den Brandort. Beim Ausbringen von Schläuchen wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt. Er wurde mit einem Rettungswagen in das Krankenhaus Bad Oldesloe gebracht. Nach ambulanter Behandlung konnte er die Klinik inzwischen wieder verlassen. Die Landesstrasse 82 zwischen Elemenhorst und Bargfeld-Stegen wurde während des Feuerwehreinsatzes von der Polizei voll gesperrt.

Eingesetzte Kräfte: Feuerwehr:

  • 139 Kräfte mit 20 Lösch- und Hilfsfahrzeugen,
  • Rettungsdienst: acht Kräfte, vier Rettungswagen
  • Polizei: Sechs Kräfte, drei Funkstreifenwagen

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