Deutschland: “Niklas” fegt über Stuttgart hinweg

STUTTGART (DEUTSCHLAND): Das Sturmtief „Niklas“ machte auch vor der Landeshauptstadt nicht halt. Die Folge war am 31. März 2015 ein hohes Einsatzaufkommen für die Feuerwehr Stuttgart ab der Mittagszeit.

Angefangen auf den Anhöhen der Fildern, und später auch verteilt über das gesamte Stadtgebiet sorgte der Sturm für zahlreiche umgestürzte Bäume, lose Dachziegel und Dachverwahrungen sowie umgefallene Bauzäune. Glücklicherweise blieb es bei Sachschäden. Personen kamen nicht zu schaden. Von der Feuerwehr wurden die umgestürzten Bäume gesichert, mit Motorkettensägen zerkleinert und an der Straßenseite abgelegt. Einige Bäume stürzten gegen Hauswände oder verfingen sich zwischen anderen Bäumen. Auch diese wurden von der Feuerwehr gesichert und abgelegt.

Baum fällt auf abgestellte Fahrzeuge

Im Stadtteil Sonnenberg musste ein Baum mittels des Feuerwehrkrans geborgen werden. Er stürzte auf parkende Pkw’s und war so voluminös, dass er am Stück beseitigt werden musste. In Stuttgart-Ost löste der Sturm eine große Blechverwahrung am Dach eines sechsstöckigen Wohngebäudes. Teile der Blechverwahrung stürzten zu Boden. Ein größeres Teil hing noch an der Dachkante fest. Dieses musste durch die Feuerwehr gesichert werden. Der Einsatz konnte nur mit Unterstützung der Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Stuttgart abgearbeitet werden. Speziell ausgerüstete Feuerwehrbeamte der Feuerwache 5 Filder, wurden teilweise von einer Drehleiter aus gesichert und befestigten die restlichen Blechteile wieder am Dach. Parallel zu den Sturmeinsätzen musste die Feuerwehr noch zu zwei vermuteten Küchenbränden in Stuttgart-Ost und Stuttgart-Mitte ausrücken. Jeweils über Haushaltsrauchmelder wurden Hausbewohner auf eine leichte Rauchentwicklung aufmerksam. In beiden Fällen waren Speisereste angebrannt. Durch die schnelle Alarmierung und das rasche Eingreifen der Feuerwehr konnte ein größerer Brand jedoch verhindert werden.

Bereits am Morgen wurde aufgrund der Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes das Personal in der Integrierten Leitstelle Stuttgart erhöht, um für ein erhöhtes Notrufaufkommen gewappnet zu sein. Ab der Mittagszeit, als der Sturm seine Spitze erreichte, wurden weitere Disponenten der Berufsfeuerwehr zur Unterstützung in die Leitstelle gezogen, um die Vielzahl an Einsätzen zeitnah und qualitativ abarbeiten zu können. Bis gegen 19.00 Uhr mussten etwas mehr als 60 Einsätze im Stadtgebiet durch die Feuerwehr abgearbeitet werden.

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