D: Katze nach 20m-Sturz aus Lüftungsschacht gerettet

DÜSSELDORF (D): Eine junge Katze ist am frühen Abend des 20. Juni 2015 aus dem Dachgeschoss eines Wohnhauses in einen stillgelegten Lüftungsschacht gefallen. Dabei fiel das Tier bis zum Auftreffen im Keller ca. 20m tief.

Große Aufregung um eine junge Katze in einer Wohnung auf der Kopernikusstraße. Die dortigen Mieter waren Zeuge, wie ihr Tier bei einer Erkundungstour durch die Wohnung durch ein offenes Fenster in einen Lüftungsschacht gestürzt war. Die alarmierten Kräfte der Feuerwache Hüttenstraße konnten noch ein leises Wimmern aus dem Kellerbereich wahrnehmen, aber leider gab es keinen schnellen und direkten Zugang zum Tier. Alle Verbindungen zum Lüftungsschacht aus Räumen der unteren Etagen waren bereits vor Jahren zugemauert worden.

Die Kräfte vor Ort forderten umgehend die Höhenretter der Feuerwache Münsterstraßean, da es nur einen einzigen Zugang zum Lichtschacht gab: jene Öffnung, die auch das Tier genutzt hat, um sich in die missliche Lage zu bringen. Die eingetroffene Höhenrettungsgruppe seilte sich aus dem Dachgeschoss durch den Lüftungsschacht zur hilflosen Katze ab. Im Kellerbereich angekommen, konnte das Tier durch einen beherzten Griff eines Höhenretters gepackt werden. Allerdings war die Katze wenig begeistert von der Maßnahme und biss den Retter durch die Schutzkleidung in den Finger. Trotz der engen Platzverhältnisse und einer wehrhaften Katze konnte das Tierschnell ans Tageslicht befördert werden.

Während die Katze gerade vom Tierarzt untersucht wird, konnte der gebissene Retter seine Schicht weiter fortsetzen. Alle Beteiligten sind glücklich, dass das Tier schnellgerettet werden konnte und wünschen nun, dass keine schwerwiegenden Verletzungen diagnostiziert werden.

Kölner Lüftung: Die Katze war in einen Schacht gefallen, der auch als „Kölner Lüftung“ bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um eine bauliche Lösung zur natürlichen Entlüftung von Wohnräumen, die im älteren Baubestand noch oft anzutreffen ist. Bei diesem Entlüftungsmodell macht man sich die natürliche Zirkulation der Luft durch diese Schächte zunutze, um verbrauchte Raumluft abzuführen – meist aus Bädern. In diesem Fall war der Schacht ca. 1,5m² groß.

BF Düsseldorf

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