Schweiz: Feuerwehr gerät bei Randalen zwischen die Fronten und wird mit Steinen attackiert

Als in der Folge Einsatzkräfte der Polizei ausrückten, wurden diese umgehend massiv mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern angegriffen, wie die Kantonspolizei Bern schildert. Zum Eigenschutz wie auch um die Randalierer zurückzuhalten, reagierten die Polizisten mit dem gezielten Einsatz von Gummischrot und Reizstoff. Wie vor Ort festgestellt werden konnte, war die Schützenmattstraße durch zwei brennende Straßenbarrikaden blockiert worden.

Feuerwehr mit Steinen beworfen
Auf Grund der anhaltenden Angriffe, bei welchen auch mehrmals gezielt Feuerwerksbatterien in Richtung der Einsatzkräfte abgefeuert wurden, war eine rasche Freigabe der Straße nicht möglich. So wurden nicht nur Polizisten, sondern auch die Einsatzkräfte der beigezogenen Berufsfeuerwehr Bern umgehend in großem Ausmaß mit Steinen beworfen. Dies unter anderem von Personen, welche sich auf dem Dach der Reitschule positioniert hatten. Schließlich gelang es den Feuerwehrleuten aber, unter polizeilichem Schutz die Brände zu löschen und sich wieder zurückzuziehen.
Die Polizei hielt derweil weiter die Stellung, um danach den Angestellten des Strasseninspektorats der Stadt Bern den Weg für die Säuberung freizuhalten. Als diese ihre Arbeit schließlich abgeschlossen hatten und die Situation ruhiger wurde, zogen sich die Polizisten koordiniert von der Örtlichkeit zurück. Bei den Angriffen wurden elf Polizisten verletzt. Dies vorwiegend durch Steinwürfe und gezündete Feuerwerkskörper.

Bekennerschreiben: Involvierung der Feuerwehr war nicht im Sinn der Sache
Die Gruppe «Leon Czolgosz» nimmt auf der Website indymedia.org Stellung zu den Ausschreitungen vor der Reithalle in Bern. Der Angriff sei eine Auflehnung gegen jegliche Form von Herrschaft.
Das Bekennerschreiben auf indymedia.org bestätigt die Ansicht der Polizei, dass es sich bei den Ausscrheitungen um eine geplante Konfrontation gehandelt hatte: «In der Nacht auf Sonntag sind wir in einem selbstbestimmten und entschlossenen Schritt in die offene Konfrontation mit den herrschenden Zwängen gegangen. Mit den bescheidenen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, haben wir mit all dem gebrochen, was uns tagtäglich einschränkt.»

Dass nicht alles nach Plan lief, zeigt der folgende Abschnitt: «Wir haben gezielt die bewaffneten und menschenfeindlichen Autoritäten angegriffen, dass Feuerwehrmänner zwischen die Fronten geritten, lag jedoch nicht in unserem Interesse.» Das Schreiben wurde anonym gepostet. Mit der Wahl des Gruppennamens «Leon Czolgosz», der 1901 dem amerikanischen Präsidenten William McKinley mit einem Revolver tödliche Verletzungen zufügte, unterstreichen die Urheber des Schreibens ihre anarchistische Ideologie.

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