Deutschland: Arbeitsunfall im Hohlkörper einer Düsseldorfer Brücke → Anspruchsvoller Höhenretter-Einsatz

DÜSSELDORF (DEUTSCHLAND): Bei Kontroll- und Wartungsarbeiten im Hohlkörper der Theodor-Heuss-Brücke in Düsseldorf verletzte sich am 15. Februar 2017 ein städtischer Mitarbeiter am Bein. Höhenretter, Rettungsdienst und Notarzt versorgten ihn noch an der Unfallstelle. Danach erfolgte die zeitaufwendige Rettung aus dem Brückenbau. Der Arbeiter wurde in ein nahe gelegenes Krankenhaus transportiert.

Am Mittwochmittag verletzte sich ein 60-jähriger städtischer Arbeiter bei Wartung- und Kontrollarbeiten im Brückenhohlkörper der Theodor-Heuss-Brücke am Bein, sodass er sich nicht mehr aus eigener Kraft retten konnte. Die Feuerwehrleitstelle alarmierte daraufhin Helfer von Feuerwehr, Rettungsdienst mit Notarzt sowie die Höhenretter zu der gemeldeten Adresse. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stellte sich heraus, dass die Person in der Mitte der Brücke verunglückt war.
Die Profis von der Feuerwehr und dem Rettungsdienst verschafften sich über eine Luke, enge  Treppen und eine sieben Meter hohe Einmannleiter im Brückenpfeiler Zugang zu der Einstiegsplattform für den Hohlkörper auf 13 Metern Höhe. In dem engen Wartungsschacht unter der Fahrbahn überwanden die Rettungskräfte mehrere ein Meter tiefe Ausbuchtungen von der Tragseilkonstruktion der Brücke. Ausgerüstet mit dem medizinischen Equipment erreichten die Helfer die verunglückte Person. Während der Notarzt den Arbeiter medizinisch versorgte, bereiteten die Höhenretter zusammen mit den Besatzungen von zwei Löschfahrzeugen und einer Drehleiter die Rettung aus dem Brückenbau vor.
Die Rettung des Arbeiters aus dem engen Hohlkörper gestaltete sich sehr zeitintensiv. Er wurde durch die Höhenretter in Begleitung des Notarztes auf einem Rettungsbrett durch den Schacht bis zur Einstiegsplattform transportiert. Mit einer Schleifkorbtrage ließen die Feuerwehrleute den 60-jährigen Mann über eine Seilkonstruktion schonend zu Boden, um weitere Verletzungen auszuschließen. Der städtische Rettungsdienst transportierte den Arbeiter in ein nahe gelegenes Krankenhaus. Es bestand keine Lebensgefahr.

Es hat sich wieder mal gezeigt, wie wichtig es ist, dass die Spezialisten der Feuerwehr an besonderen Bauwerken solche Einsatzsituationen trainieren. Erst vor wenigen Monaten wurde genau dieses Szenario durch die Höhenretter an der Theodor-Heuss-Brücke geübt. Nach zweieinhalb Stunden war der Einsatz für 25 Helfer der Feuerwachen Münsterstraße und Quirinstraße sowie dem Rettungsdienst beendet.

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