Oö: Großangelegte Waldbrandübung in Altheim

ALTHEIM (OÖ): Mit einem Großaufgebot an Feuerwehrleuten und Material haben die FF Altheim und ihre umliegenden Feuerwehren am 29. April 2017 mehrere Einsatzaufgaben zum Thema Waldbrand beübt.

Zunächst wurden die Freiwillige Feuerwehr Altheim und die Betriebsfeuerwehr Wiesner und Hager gegen 13 Uhr durch die Bezirkswarnstelle Braunau zu einem Brand Baum, Flur, Böschung in Lüfteneck nahe dem Gaugsamer Wald alarmiert. Schnell war klar, dass sich dieser Kleinbrand im Übungsszenario zu einem großflächigen Waldbrand entwickeln würde. Deshalb wurden umgehend die Alarmstufen 2 und 3 laut Alarmplan der FF Altheim alarmiert. Damit rückten zehn weitere Wehren an.

Die Betriebsfeuerwehr begann mit dem Bau der ersten Zubringleitung, ausgehend vom Altbach nahe der Huemer Mühle. Von dort war eine 1600 Meter lange Wasserversorgungsleitung in Richtung Gaugshamer Wald zu legen. Gemeinsam mit den Wehren Altheim, Polling, Moosham, St. Peter und Treubach wurde die Leitung bis in den Wald gelegt. An drei Stationen der Löschleitung wurden Angriffsleitungen abgezweigt. Jene Feuerwehr, welche gerade dort ihre Pumpe platziert hatte, musste anschließend eine Löschaufgabe erfüllen, erst danach durfte die Leitung weitergebaut werden. Mit Hilfe von Nebelwurfkörpern wurde Rauch simuliert und so ein möglichst reales Übungsszenario erzeugt.

Beinahe zeitgleich mit der Löschleitung Lüfteneck wurde von Gaugsham aus ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet. Die Tankwägen füllten einen mobilen Löschwasserbehälter mit 5.000 Litern Fassungsvermögen, welcher im Wald platziert worden war. Von dort aus wurde eine weitere Löschleitung aufgebaut und Löschaufgaben waren zu erfüllen. Die Trupps der Wehren Weng, Mauerkirchen, Rossbach, Mining und Mühlheim mussten erst die Wasserversorgung sicherstellen und anschließend Dosen und Kartonteile von Bäumen spritzen oder „Glutnester“ ablöschen.

Alle freiwerdenden Kräfte waren angehalten sich bei der Einsatzleitung zu melden. Dort wurden sie in Gruppen eingeteilt und mussten einen Stationsbetrieb durchlaufen. An drei Übungsplätzen im Wald waren technische Übungsszenarien vorbereitet. Bei der ersten Station musste ein Verletzter unter einigen Baumstämmen befreit werden. Die zweite Aufgabe war, als Gruppe einen Holzstamm mit sechs Schnitten genau um einen Meter zu kürzen, natürlich ohne Maßband. Beim dritten Szenario ging es darum, einen Verletzten aus einer Schlucht zu retten. Mit Hausverstand, Geschick und den bereitgestellten Gerätschaften konnten alle teilnehmenden Gruppen die Aufgaben mit Bravour meistern.

Die Einsatzleitung positionierte sich am Waldrand bei der Fa. Ortner und wurde mit diversen Aufgaben auf Trab gehalten. Neben der Koordination des Einsatzes mussten außerdem die Gruppen eingeteilt, Koordinaten gesucht, Pressemeldungen verfasst und die Stabsfunktionen besetzt werden. Neben der Einsatzleitung hatte die Drehleiter Braunau ihren Standplatz.

Für die Übungsorganisation waren Hauptbrandmeister Christoph Hager, Oberbrandinspektor Markus Di Vora, Brandinspektor Stefan Köchl und Löschmeister Paul Kobinger verantwortlich.

Fotos: Foto Vorich, FF Rossbach, FF Altheim

Freiw. Feuerwehr Altheim

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