Stmk: Neuerlicher Storchen-Rettungseinsatz in Eibiswald

unächst zum verletzten Storch: der Bruch des linken Flügels dürfte sehr kompliziert ausgefallen sein, am heutigen Dienstag sind zunächst weitere Untersuchungen geplant, er wird voraussichtlich erst morgen operiert. Leider wird er seine Flugtauglichkeit nicht mehr erlangen, im schlimmsten Fall steht die Amputation des Flügels im Raum, man wird aber versuchen diesen zu retten.
Wie schon angekündigt galt es nun aber auch die Versorgung der drei Jungstörche im Nest am Eibiswalder Rathaus sicherzustellen, ein Storchenelternteil würde dies alleine nicht schaffen. „Wir holen die zwei augenscheinlich schwächeren Jungen aus dem Nest, um diese fachmännisch aufziehen zu lassen, davon ausgehend, dass der verbliebene Elternteil ein Junges aufgrund der gegebenen Futtersituation alleine weiter versorgen kann“ erläuterte Veterinärmediziner Dr. Gregor Stanek, der die Gemeinde bereits bei der Wiederansiedelung der Störche unterstützte und dem die Storchenfamilie somit bestens bekannt ist, das Vorhaben.

Die Freiwillige Feuerwehr Eibiswald war auch diesmal wieder zur Stelle, um die Tierrettung mit technischen Mitteln zu unterstützen. Unter Ortsfeuerwehrkommandant HBI Thomas Schnepf rückte die Mannschaft mit dem Schweren Rüstfahrzeug mit Kran mit Arbeitskorb aus, um die Jungstörche aus dem Horst zu holen und so vor dem Hungertod zu bewahren. Schon die Installation des Nestes im heurigen Frühjahr unterstützten die Eibiswalder Florianis mit Ihrem Kran.
„Über 25 Jahre waren die Störche in Eibiswald präsent, 2019 konnten wir sie, nach einjähriger Pause mit fachmännischer Unterstützung von Gregor Stanek wieder am Rathaus ansiedeln, es ist sehr schade, dass man aufgrund der unglücklichen Umstände die Tiere nun anderswo weiterversorgen muss und sie wohl nicht mehr nach Eibiswald zurückkehren werden“, so der Eibiswalder Bürgermeister Andreas Thürschweller, dem „seine“ Störche sichtlich am Herzen liegen.

Die Rettungsaktion von Feuerwehr und Tierarzt war rasch geglückt, die beiden Jungtiere kommen nun in die Storchenstation Tillmitsch zu Storchenvater Helmut Rosenthaler, der bei der Aktion ebenfalls dabei war. Dort werden sie fachkundig aufgezogen und, sobald sie flügge sind, mit ihren Artgenossen abheben.

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