D: Beschädigte Gashochdruckleitung mit massivem Gasaustritt löst Großeinsatz der Feuerwehr Essen aus

ESSEN (DEUTSCHLAND): Bei Reparaturmaßnahmen wurde am 20. April 2020 in Essen eine Gashochdruckleitung (3,8 bar) so beschädigt, dass es zu einem massiven Gasaustritt kam. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war das Gas intensiv zu riechen und die Ausströmung deutlich zu hören.

Die auf der Essener Straße verlaufende Straßenbahn (Linie 107) wurde bereits durch die vor Ort tätigen Arbeiter angehalten, sodass sich in beiden Richtungen bereits ein Rückstau aus mehreren Pkw gebildet hat. Durch Feuerwehr und Polizei sind weitere Zufahrten weiträumig abgesperrt worden. Bereits unmittelbar nach Eintreffen ist die Ruhrbahn angefordert worden, die Oberleitung abzuschalten. Durch die Stadtwerke wurde eine schnelle Abschaltung der Gasleitung eingeleitet.

Ein unmittelbar an der Gasleitung befindliches Altenheim wies mehrere offene Fenster auf. Mehrere Einsatzkräfte gingen vorsorglich mit Messgeräten und dem Personal vor, um die Bewohner auf die dem Gas abgewandte Seite zu transportieren. Im weiteren Verlauf wurden zwei angrenzende Wohngebäude ebenfalls vorsorglich evakuiert. Der auf der anderen Straßenseite befindliche Friedhof wurde durch Friedhofsmitarbeiter geräumt und gesperrt. Eine Gefährdung für das St. Vinzenz Krankenhaus konnte aufgrund der Entfernung ausgeschlossen werden.

Durch die vorherrschenden Windverhältnisse (Böen bis 65 km/h) wurde eine durch das ausströmende Gas mögliche explosive Atmosphäre dauerhaft auf natürliche Weise durchmischt. Nach dem Abschalten der Gasleitung durch die Stadtwerke ließen sowohl das Abströmgeräusch als auch der Geruch spürbar nach und die Stadtwerke konnten mit Abdichtung und Reparatur der Leitung beginnen. Nach abschließenden Messungen konnten die Bewohner in ihre Zimmer zurückkehren, die Straßenbahn den Betrieb fortsetzen und der Verkehr die Essener Straße wieder passieren.

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