Schweiz: Zwei Züge der Matterhorn Gotthard-Bahn kollidieren im Tunnel → 11 Verletzte

OBERWALD (SCHWEIZ): Am Freitagvormittag, 3. Juli 2020, kam es nahe von Oberwald zu einer Kollision zweier Züge der Matterhorn Gotthardbahn. Dabei wurden elf Personen verletzt.

Der Unfall ereignete sich gegen 10:10 Uhr im «Stephan-Holzer-Tunnel» in der Nähe des Bahnhofs Oberwald. Aus derzeit nicht geklärten Gründen kollidierte ein von Oberwald in Richtung Realp fahrender Autozug seitlich mit einem in Richtung Oberwald verkehrenden Regionalzug. Dabei zogen sich sieben Personen leichte Verletzungen zu. Diese wurden von Ärzte aus der Region medizinisch betreut. Zudem wurden drei Personen mit Ambulanzen ins Spital Visp eingeliefert. Ein Mitarbeiter der MG Bahn wurde mit einem Helikopter ins Spital Sitten geflogen. Bei den Verletzten handelt es sich um Schweizer Staatsangehörige aus verschiedenen Kantonen.

Der Autozug war mit rund 15 Fahrzeugen beladen. Im Regionalzug befanden sich rund 30 Reisende. Infolge der Kollision ist der Bahnbetrieb zwischen Ulrichen und Realp vorerst unterbrochen. Es verkehren Ersatzbusse. Zur Klärung der Unfallursache haben die Staatsanwaltschaft und die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) eine Untersuchung eingeleitet.
Aufgebotene Einsatzkräfte: Kantonspolizei – Feuerwehr – Kantonale Walliser Rettungsorganisation – Ambulanzdienst – Notarzt – Zivilschutz – Air Zermatt.

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Die Kollision der beiden Züge der Matterhorn Gotthard Bahn ereignete sich gegen 10.10 Uhr im Stephan-Holzer-Tunnel, wie die Bahngesellschaft mitteilte. Ein von Oberwald VS Richtung Realp UR verkehrender Autozug sei in die rechte Flanke eines von Andermatt UR in Richtung Oberwald VS verkehrenden Regionalzugs gefahren. Von den Verletzten wurden sieben vor Ort durch Medizinalpersonal betreut, wie ein Sprecher der Walliser Kantonspolizei sagte. Drei Verletzte seien mit Ambulanzen für weitere Abklärungen ins Spital gefahren worden, ein Betroffener sei per Helikopter ins Spital Sitten geflogen worden. Die Sanität vor Ort ging aber nicht davon aus, dass jemand lebensgefährlich verletzt wurde. „Man wollte einfach auf Nummer sicher gehen“.

Reisezugswagen aufgerissen

Bilder von der Unfallstelle zeigten, wie der Autozug durch die Flankenfahrt angehoben wurde und in starker Schräglage mit den Rädern auf einer Seite noch auf den Schienen zum Stillstand kam. Er kippte aber nicht um. An einem der Wagen des Reisezugs wurde die Karosserie aufgerissen. Ein größerer Teil der Karosserie drang in den Passagierraum ein. Die Komposition des Autozugs bestand laut der Mitteilung aus einer Lokomotive mit neun Wagen und war mit rund 15 Fahrzeugen beladen. Mit dem aus einer Lokomotive und fünf Wagen bestehenden Regionalzug waren rund 30 Reisende unterwegs, wie es in der Mitteilung der Matterhorn Gotthard Bahn weiter heisst.

Ein Sprecher der Bahn sagte auf Anfragte, die Kollision habe sich auf einer Weiche ereignet. Die Unfallursache war zunächst nicht bekannt. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) sei für die Abklärung der Ursache aufgeboten worden, schreibt die Bahngesellschaft. Auch die Staatsanwaltschaft nahm in Zusammenarbeit mit der Polizei Ermittlungen auf. Die Passagiere des Regionalzugs konnten nach Bahnangaben weiterreisen. Die Benutzer des Autozugs warteten vor Ort auf die Freigabe der Komposition und ihrer Fahrzeuge durch die Sust. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahn betreuten sie.

Der Betrieb der Matterhorn Gotthard Bahn zwischen Ulrichen und Realp wurde vorübergehend eingestellt. Zwischen den beiden Orten wurden Bahnersatzbusse organisiert. Dadurch mussten die Reisenden rund eine Stunde mehr Zeit einrechnen. Die Matterhorn Gotthard Bahn ging davon aus, dass die betroffene Strecke voraussichtlich bis mindestens Betriebsschluss am Freitag gesperrt bleibt.

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