Oö: Alarmstufe III bei Wirtschaftsgebäudebrand in St. Nikola / Donau

ST. NIKOLA a.d. DONAU (OÖ): Gegen 12 Uhr wurden am Dienstag, dem 7. Juli 2020, mehrere Feuerwehren zu einem Brandereignis nach St. Nikola alarmiert. Während der Anfahrt wurde bereits Alarmstufe 2 ausgelöst.

In Vollbrand standen das Wirtschaftsgebäude und ein Nebengebäude. Sämtliche Tiere konnten gerettet werden. Das Wohngebäude konnte erfolgreich vor den Flammen geschützt werden.

Nach kurzer Einsatzdauer musste die Alarmstufe von 2 auf 3 erhöht werden, da der starke Wind die Flammen zusätzlich anheizte. Mit der Teleskopmastbühne der FF Bad Kreuzen wurde das Wohngebäude von oben geschützt.

Aufgrund der abgelegenen Lage des Brandobjektes musste eine längere Zugringerleitung zum nächsten Löschwasserbehälter von den Einsatzkräften gelegt werden. Die umliegenden Landwirte unterstützten die Löscharbeiten mit Vakuumfässern.

Das Atemschutzfahrzeug aus Perg ist nachalarmiert worden, um die leeren Atemschutzflaschen am Einsatzort wieder aufzufüllen.
Zur stärksten Zeit standen neun Feuerwehren mit insgesamt 110 Einsatzkräften, darunter auch die Feuerwehr Nöchling aus Niederösterreich, im Einsatz. Per 20.30 Uhr waren noch sieben Wehren vor Ort.

Bezirks-Feuerwehrkommando Perg
Fotokerschi.at

Meldung der Polizei

Ein 53-Jähriger war am 7. Juli 2020 um 11:30 Uhr zusammen mit seiner 50-jährigen Gattin in St. Nikola im Wirtschaftstrakt des gemeinsamen landwirtschaftlichen Anwesens damit beschäftigt, Stroh durch einen am Heck eines Traktors montierten Mulchers mittels Gebläse auf den Heuboden zu verbringen. Nach Beendigung der Tätigkeit verließen die beiden den Wirtschaftstrakt und schlossen das zum Trakt gehörige Garagentor. Kurz darauf bemerkte die Frau knisternde Geräusche aus dem Wirtschaftstrakt, öffnete das Garagentor und entdeckte den Brandausbruch auf dem Heuboden. Der 53-Jährige konnte noch der Traktor aus dem Wirtschaftstrakt bringen.

Die Brandbekämpfung erfolgte durch die Einsatzkräfte der FF St Nikola, Grein, Waldhausen, Dimbach, Klam, Bad Kreuzen, Perg und Nöchling (NÖ). Insgesamt waren 103 Mann im Einsatz.Durch die Löscharbeiten konnte der Wohntrakt des Anwesens erhalten werden.In den Nachmittagsstunden es 7. Juli 2020 wurde das Brandobjekt durch Beamte des LKA OÖ (Brandgruppe) sowie dem Bezirksbrandermittler untersucht. Zur technischen Ursachenermittlung wurde ein Brandsachverständiger von der Brandverhütungsstelle OÖ den Ermittlungen beigezogen. Laut derzeitigem Ermittlungstand kam es mit hoher Wahrscheinlichkeit durch Einbringen eines Fremdkörpers in die Häckselmaschine zu einem Schlagfunken, welcher in weiterer Folge den Brand verursachte. Durch den Brand kamen keine Personen oder Tiere zu Schaden. Der entstanden Sachschaden beläuft sich auf mehrere Hunderttausend Euro.

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