Oö: Gefährliche Stoffe Übung mit vier Feuerwehren

WENG (OÖ): Zu einer besonders spannenden und fordernden Übung lud die FF Weng im Innkreis die Feuerwehren Uttendorf und Mauerkirchen sowie das Atemschutzfahrzeug Munderfing, am Donnerstag, den 20. August 2020 ein.

Die Alarmierung erfolgte um 19.00 Uhr für die örtlich zuständige FF Weng zur Firma Lenhard, Galvanotechnik. Ursprünglich angenommen wurde eine Personenrettung nach einem Arbeitsunfall. Beim Eintreffen der ersten Kräfte informierte die anwesende Firmenchefin den Einsatzleiter, dass es im Betrieb wohl zu einer chemischen Reaktion gekommen sei und bis auf zwei Arbeiter alle das Gebäude verlassen konnten.

Sofort wurde ein Trupp unter Umluft unabhängigen Atemschutz zur Erkundung und Menschenrettung ins Gebäudeinnere entsandt. Dieser entdeckte zwei, mit einem unbekannten Stoff kontaminierte verletzte Personen und leitete die Rettungsaktion ein. Parallel dazu wurde das Gefährliche-Stoffe-Fahrzeug angefordert und eine Not-Deko errichtet.

Nach Abschluss der Menschenrettung traf auch der GSF-Zug ein und der Chemiker AW Dr. Christian Reisecker versuchte den ausgetretenen Stoff zu eruieren, um so schnellstmöglich die richtigen Maßnahmen einleiten zu können. Nach dem der Stoff ermittelt wurde, konnte zusammen mit den Führungskräften des Gefahrstoffzuges und der Einsatzleitung der FF Weng  die weitere Vorgehensweise besprochen werden. Gleichzeitig bauten die anwesenden Kräfte eine Dekostrecke auf und Vollschutzträger wurden ausgestattet.

Bei der weiteren Erkundung wurde außerdem festgestellt, dass sich im hinteren Bereich der Firma im Außenbereich zwei 1000-Lietertanks befanden, welche befüllt mit zwei unterschiedlichen Chemikalien, ebenfalls leckgeschlagen waren. Mehrere Trupps versuchten unter Einsatz von Vollschutzanzügen, die Lecks zu dichten und die ausgetretenen Flüssigkeiten aufzufangen. Dies gelang in kürzester Zeit, sodass die Trupps noch umfangreich dekontaminiert wurden. Vom Atemschutzfahrzeug wurden währenddessen die leeren Atemluftflaschen gefüllt.

Neben den genannten Feuerwehren überzeugten sich außerdem Bezirks-Feuerwehrkommandant OBR Josef Kaiser und Abschnitts-Feuerwehrkommandant BR Franz Baier sowie der Bürgermeister der Gemeinde Weng Josef Moser von der Schlagkraft der eingesetzten Feuerwehren. Im Anschluss an die Übung erfolgte eine ausführliche Nachbesprechung.

Ein besonderer Dank gilt den Geschäftsführerinnen der Firma Lenhard Galvanotechnik Weng für die konstruktive und offene Art und Weise der Zusammenarbeit, welche eine solch gewinnbringende Übung erst ermöglichte.

BFKDO Braunau

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