D: Zugmaschine mit Gefahrgut beim Entladen eines RoRo Schiffes in Lübeck verunglückt → 3 Autokräne eingesetzt

LÜBECK (DEUTSCHLAND): Am Vormittag des 30. Dezember 2020 kam es am Skandinavienkai in Lübeck beim Entladen eines RoRo-Schiffes zu einem Gefahrgutunfall. Als der Fahrer der Zugmaschine einen mit zwei Tankcontainern beladenen Auflieger vom Wetterdeck des RoRo-Schiffes entlanden wollte, gab aus bislang ungeklärten Gründen die Rampe in das darunter befindliche Schiffsdeck nach.

Die Zugmaschine stürzte mit dem Auflieger in das darunter befindlcihe Deck. Schlimmeres wurde nur dadurch verhindert, dass der Auflieger am Wetterdeck hängen blieb und die Zugmaschine somit nicht unter sich begrub. Der Fahrer konnte sich selbständig aus der Zugmaschine befreien und wurde durch den Unfall nur leicht verletzt. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot von 87 Einsatzkräften vor Ort.

Neben der Feuerwache 1, 2 und 3 der Berufsfeuerwehr Lübeck, waren auch die Freiwilligen Feuerwehren mit dem Löschzug Gefahrgut (LZG), dem Löschzug Wasser (LZW), dem Rettungsdienst, dem THW, der JUH und des DRK im Einsatz.

Eine Kranfirma war mit drei Autokranen vor Ort, um das verunglückte Fahrzeug zu sichern und die Bergung in Abstimmung mit der Feuerwehr und dem Kapitän des Schiffes durchzuführen. Durch die instabile Lage des Fahrzeuges war hier äußerste Vorsicht geboten, um den mit 28 t Ameisensäure beladenen Tankcontainer nicht zu beschädigen. Der zweite Container war leer.

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