Schweiz: Dichtes Schneetreiben sorgt teilweise für chaotische Zustände quer durch die Schweiz

SCHWEIZ: Hoher Einsatzbetrieb wird von den Organisationen am 15. Jänner 2021 quer durch die Schweiz gemeldet. Anlass dafür ist der teilweise sehr dichte Schneefall. Per 16.45 Uhr des 15. Jänner ein Auszug:

KANTON AARGAU

1.300 Notrufe im Kanton Aargau innerhalb der vergangenen 24 Stunden, mehr als 75 Verkehrsunfälle, aktuell mehr als 60 Straßen gesperrt. Dennoch gibt es Leute, welche auf dem Notruf ihren Unmut über die nicht geräumten Straßen kundtun.

KANTON ZÜRICH

Im Zusammenhang mit den starken Schneefällen auf dem Gebiet des Kantons Zürich sind die Patrouillen der Kantonspolizei Zürich sowie der Kommunalpolizeien seit Donnerstagmorgen, 14. Jänner 2021, über 650 Mal ausgerückt. Seit Beginn der Schneefälle in den frühen Morgenstunden des Donnerstags verzeichnete die Kantonspolizei Zürich bis anhin über 200 Verkehrsunfälle, bei denen vorwiegend Sachschaden entstand.

In 12 Fällen wurden Verkehrsteilnehmer verletzt. Beim Unfall zwischen einem Auto und einem Fussgänger, am Donnerstagmorgen in Urdorf, kurz vor acht Uhr, wurde der 75-jährige Fussgänger schwer verletzt.

Durch die großen Schneemengen kam es zu mehr als 450 Verkehrsbehinderungen durch umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste, steckengebliebene Fahrzeuge und Pannen technischer Einrichtungen. Diverse Straßen mussten vorübergehend gesperrt werden; ein Teil der Sperrungen dauert noch an. Neben den Polizeipatrouillen stehen Partnerorganisationen wie Feuerwehren, Unterhaltsdienste und Abschleppunternehmen im Dauereinsatz.

Kanton St. Gallen

In der Zeit zwischen Mittwochabend und Freitagnachmittag (15.01.2021) ist es im Kanton St.Gallen zu unzähligen Verkehrsunfällen gekommen. Die Kantonspolizei St.Gallen berichtete am Freitagmorgen von rund 60 Verkehrsunfälle auf den Straßen. Seither sind nur noch wenige dazugekommen. Auch die Zahl der steckengebliebenen Fahrzeuge blieb mit rund 100 Fällen stabil. Die Straßenverhältnisse normalisieren sich seit Freitagmittag langsam. Es ist jedoch weiterhin Vorsicht auf St.Galler Straßen geboten. Die Verkehrssituation bleibt weiterhin angespannt. Voraussichtlich bis Montag, 18. Jänner 2021, bleiben noch einige Strassen im Kanton St.Gallen aus Sicherheitsgründen vollständig gesperrt. Umleitungen sind eingerichtet. Die Kantonspolizei St.Gallen ermahnt die Verkehrsteilnehmer erneut, die Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen anzupassen.

150 Einsatzmeldungen in Winterthur

Seit Donnerstag, 14. Januar 2021, schneit es in der Stadt Winterthur sehr stark. Für die Bewältigung der Folgen des aussergewöhnlichen Schneefalls stehen in der Stadt Winterthur zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr von Schutz & Intervention Winterthur sowie der Stadtpolizei Winterthur im Einsatz.

Bei Schutz & Intervention Winterthur gingen zwischen Donnerstagvormittag, 14. Januar 2021, und Freitagvormittag, 15. Januar 2021, gegen 150 Einsatzmeldungen ein. Die Feuerwehreinsatzkräfte haben gefährdete Wege und Straßen gesperrt und blockierte Straßen und Plätze von heruntergefallenen Ästen und umgestürzten Bäumen geräumt. Durch den großen Schneedruck wurden vielerorts Äste auf die Bus-Fahrleitungen gedrückt. Um diese Äste zu entlasten, mussten unzählige Bäume in großer Höhe «geschüttelt» werden.

Die restlichen Einsätze fielen auf hängen gebliebene oder heruntergefallene Äste oder Bäume, die umzuknicken drohten. Bis jetzt standen über 100 Angehörige der Berufs- und der Freiwilligen Feuerwehr von Schutz & Intervention Winterthur im Einsatz.

Auch die Zivilschutzorganisation Winterthur und Umgebung (ZSO WIUM) unterstützt die Einsatzkräfte mit Motorsägenführern, Verpflegung und Logistik.

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