Bayern: Bettsteine sorgen für 200.000 Euro Brand in Harburg

HARBURG (BAYERN) Am 22. März 2021 ging gegen 12:30 Uhr telefonisch bei der Integrierten Leitstelle die Mitteilung ein, dass bei einem landwirtschaftlichen Anwesens im Ortsteil Brünsee Flammen und Rauch aus dem Haus schlagen würden. Das Haus befand sich bei Eintreffen der Rettungskräfte in Vollbrand und angrenzende Gebäude mussten evakuiert werden, da diese durch den Funkenflug gefährdet waren.

Im brennenden Haus selbst befanden sich zum Zeitpunkt des Eintreffens der Rettungskräfte keine Personen mehr. Eine Bewohnerin verletzte sich bei Löscharbeiten leicht und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Brandermittler der Kriminalpolizei Dillingen haben die Ermittlungen vor Ort aufgenommen. Zum jetzigen Zeitpunkt kann bezüglich einer möglichen Brandursache oder eines entstandenen Schadens noch keine Aussage getroffen werden. Der Polizei liegen keine Erkenntnisse über verletzte Tiere vor.

Bettsteine als Auslöser

Nach Befragung der 84-jährigen Bewohnerin und den Ermittlungen der Brandfahnder der Kriminalpolizei Dillingen vor Ort konnte am 23. März die Brandursache ermittelt werden. Die Bewohnerin hatte Bettsteine (Vorläufer der Wärmflasche) gegen 09:00 Uhr in einem Holzofen erwärmt und schließlich in ihr Bett gelegt. Durch das Abdecken der Steine und die dadurch entstandene Überhitzung kam es gegen Mittag zu einem Brandausbruch im Schlafzimmer.

Rauchmelder warnte

Die Rentnerin, die durch den ausgelösten Brandmelder auf die Situation aufmerksam wurde, konnte den Brand nicht mehr eigenständig löschen. Der entstandene Schaden wird auf circa 200.000 Euro geschätzt. Die Geschädigte selbst wurde nur leicht verletzt

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