Sbg: Pkw kracht in Baum → 3 Tote (25, 29, 36) auf der B 156 → niemand hatte eine Fahrerlaubnis

ACHARTING | ANTHERING (SBG): Am 26. März 2021 gegen 21:50 Uhr ereignete sich in 5102 Acharting auf der Lamprechtshausener Bundesstraße B 156 bei Strkm. 13,8 ein Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang. Aus bisher unbekannter Ursache kam der Lenker des Pkw, Audi A3 rechts von der Fahrbahn ab, prallte in weiterer Folge gegen einen Baum bzw. dort befindliches Gestrüpp und kam schließlich mit dem Fahrzeug im Straßengraben zum Stillstand.

Zwei der beteiligten Insassen wurden bei dem Aufprall aus dem Fahrzeug geschleudert. Alle der insgesamt drei männlichen Beteiligten, zwei österreichische Staatsangehörige im Alter von 25 und 29 Jahren und ein deutscher Staatsangehöriger im Alter von 36 Jahren, kamen bei dem Verkehrsunfall ums Leben.Nach bisherigem Ermittlungsstand war kein zweites Fahrzeug an dem Unfall beteiligt und es kann bis dato noch nicht konkret angegeben werden, bei welchem der Insassen es sich um den Unfalllenker handelt.

Niemand hatte einen Führerschein, niemand einen Gurt

Keiner der Insassen ist im Besitz einer gültigen Lenkberechtigung und nach Begutachtung des Unfallfahrzeuges konnte mit hoher Wahrscheinlichkeit festgestellt werden, dass keiner der beteiligten Personen einen Sicherheitsgurt verwendet hat. Eine mögliche Beeinträchtigung durch Alkohol konnte aufgrund des Sachverhaltes nicht festgestellt werden. Durch den Aufprall wurden sowohl der Fahrer- als auch der Beifahrerairbag ausgelöst.

Der Straßenabschnitt war für ca. drei Stunden komplett gesperrt. Die Freiwilligen Feuerwehren Nußdorf sowie Anthering waren mit 6 Fahrzeugen und ca. 40 Mann vor Ort. Um ca. 01:00 Uhr konnte die B 156 wieder freigegeben werden.Nach bisherigem Ermittlungsstand handelt es sich um einen Alleinunfall ohne zweitbeteiligtes Fahrzeug und kann ein Bezug zur lokalen Tuningszene ausgeschlossen werden.

Sanitäter als Ersthelfer

Zwei Sanitäter des Roten Kreuzes, die nur zufällig kurz danach zur Unfallstelle kamen, leisteten sofort erste Hilfe, sagt Rot-Kreuz-Einsatzleiter Benjamin Koller, berichtet der ORF online. „Ein Fahrzeug des Landesverbandes Oberösterreich aus Braunau befand sich auf dem Rückweg zur Dienststelle und war eines der ersten Fahrzeuge vor Ort. Die Sanitäter haben natürlich sofort erste Hilfe geleistet und die weitere Alarmierung veranlasst“, so Koller. Für alle drei Insassen kam aber jede Hilfe zu spät.

Schwierige Situation auch für die Feuerwehr

Ein schwieriger Einsatz war es auch für die alarmierte Feuerwehr aus Anthering, sagt Ortsfeuerwehrkommandant Johann Landrichtinger gegenüber dem ORF. „Beim Eintreffen an der Unfallstelle habe ich gesehen, dass eine Person gerade wiederbelebt wurde, eine zweite Person war bereits für tot erklärt worden. Und beim genaueren Untersuchen des Fahrzeugs haben wir festgestellt, dass sich eine dritte Person im Fußraum befand. Diese musste dann mit hydraulischem Gerät befreit werden. Leider kam für alle drei jede Hilfe zu spät.“

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