Bayern: Flucht vor Polizeikontrolle bei Regen → zwei Tote bei BMW mit 7 Personen gegen Baum

REGEN, LKR. REGEN (BAYERN): Am Sonntag, dem 11. April 2021, kurz nach 23.00 Uhr, kam ein Pkw auf der B11 von der Fahrbahn ab und fuhr gegen einen Baum. Bei dem Unfall wurden der Fahrer und eine Mitfahrerin getötet. Das Fahrzeug war zuvor vor einer Polizeikontrolle geflüchtet.

Gegen 22.45 Uhr wollte eine Streife der Polizeiinspektion Zwiesel im Stadtgebiet einen BMW mit Ausfuhrkennzeichen kontrollieren. Der Fahrer missachtete die Anhaltezeichen und flüchtete sofort mit zum Teil sehr hoher Geschwindigkeit auf die B 11. In Regen wendete das Fahrzeug und fuhr wieder mit stark überhöhter Geschwindigkeit Richtung Zwiesel, dabei verlor die Polizeistreife das Fahrzeug aus dem Blick. Eine Fahndung im Bereich Zwiesel durch die Polizeikräfte verlief ergebnislos.

Kurz nach 23.00 Uhr ging über Notruf die Mitteilung ein, dass im Bereich Regen auf der B 11, Höhe Tausendbach, ein Fahrzeug von der Straße abgekommen und gegen einen Baum gefahren ist. Bei diesem Fahrzeug handelte es sich um den BMW. Das Fahrzeug war mit sieben Personen besetzt, nach bisherigem Stand der Ermittlungen alle ungarische Staatsangehörige, drei Männern und vier Frauen, im Alter zwischen 17 und 29 Jahren. Durch den Unfall wurde der 29-jährige Fahrer im Fahrzeug eingeklemmt, er verstarb noch an der Unfallstelle. Die anderen Fahrzeuginsassen wurden durch den Unfall verletzt, zum Teil erlitten sie schwere Verletzungen. Alle Verletzten kamen zur Behandlung in Krankenhäuser. Eine Frau verstarb noch in der Nacht im Krankenhaus an den Unfallfolgen. Von der im Krankenhaus verstorbenen Frau konnten keine Ausweispapiere aufgefunden werden, ihre Identität ist deshalb noch nicht eindeutig geklärt.

Von der Staatsanwaltschaft wurde ein Gutachter mit der Erstellung eines unfallanalytischen Gutachtachtens beauftragt, der BMW wurde sichergestellt. Die Verkehrspolizeiinspektion Deggendorf hat in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Deggendorf die Ermittlungen übernommen. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs und den Gründen der Flucht vor der Polizeikontrolle setzt die Verkehrspolizei Deggendorf eine Ermittlungsgruppe ein. Nach ersten Feststellungen kommt vermutlich nicht angepasste bzw. überhöhte Geschwindigkeit als Ursache des Unfalls in Betracht. Über die Hintergründe für die Flucht vor der Polizeistreife liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. An dem verunglückten BMW waren deutsche Ausfuhrkennzeichen angebracht die für einen Mercedes vergeben sind.

Am Unfallort waren ein Großaufgebot von Rettungskräften und Einsatzkräfte der Polizeiinspektionen Zwiesel, Regen und Deggendorf eingesetzt. Die B 11 war in der Nacht mehrere Stunden gesperrt.

Mit weit über 100 km/h gegen den Baum (Polizeinachtrag vom 16.4.2021)

Die Verkehrspolizeiinspektion Deggendorf hat eine Ermittlungsgruppe gegründet, um den Unfallhergang aufzuklären. Sie arbeitet dabei eng mit der Staatsanwaltschaft Deggendorf zusammen. Die Ermittler werden von einem von der Staatsanwaltschaft beauftragten Unfallsachverständigten unterstützt. Die bisherigen Untersuchungen an der Unfallstelle und am Unfallfahrzeug, sowie die Ermittlungen bei den Unfallbeteiligten ergaben, dass der BMW mit bis zu 180 km/h auf der Bundesstraße fuhr.

Aufgrund der hohen Geschwindigkeit verlor der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte mit weit über 100 km/h gegen einen Baum. Der verunglückte BMW war in Deutschland nicht zugelassen. An dem Fahrzeug war ein deutsches Ausfuhrkennzeichen angebracht, dass für einen Mercedes ausgegeben war. Dieser Mercedes war kurzzeitig auf einen der Unfallbeteiligten zugelassen gewesen.

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