Oö: Abrisshaus erfüllt einen guten Zweck → heiße Übung in Steyr ermöglicht

STEYR (OÖ): Verqualmte Räume, heißer Brandrauch, keine Orientierung und schreiende Verletzte. Das sind Szenarien, mit denen ein Atemschutztrupp bei einem realen Einsatz zu rechnen hat. Um sich auf diese gefährlichen Bedingungen richtig vorbereiten zu können, ist es für die Freiwilligen Feuerwehr Steyr notwendig, reale Bedingungen bei Übungen zu schaffen.

Im Normalfall verwendet man Nebelgeräte (Bühnennebel), um den Rauch zu simulieren. Temperaturen über 400 °C können allerdings nur in Übungscontainern und Brandhäusern simuliert werden. Aus diesem Grund ist es für eine Feuerwehr ein Glücksfall, wenn man in einem zum Abbruch stehendes Haus üben kann, da dort sowohl eine reale Verrauchung als auch die belastenden Temperaturen dargestellt werden können.

Heiße Atemschutzübung in Abbruchhaus am Tabor am 2. Juni. 2021

Kameraden der Löschzug 5 (Münichholz) und 4 (Christkindl) der Freiwilligen Feuerwehr Steyr nutzten am Freitag, 2. Juli, die Gelegenheit, um eine realitätsnahe Atemschutzübung in zwei Abbruchhäusern am Tabor zu absolvieren. Bei dieser Übung wurde spezielles Augenmerk auf den Umgang mit dem Feuer und dessen Gefahren gelegt.

Zu Beginn wurde das taktische Vorgehen im Trupp und die Einsatzmöglichkeiten der Wärmebildkamera besprochen. Nach der Theorie und einer kurzen Sicherheitseinweisung ging es nun ins Feuer. Laut Messungen der Wärmebildkamera wurden Temperaturen über 400 °C erreicht.

Bei den Szenarien wurde speziell auf das richtige Vorgehen bei einem Zimmerbrand (Vollbrand) geachtet. In der völlig verrauchten Wohnung musste ein mobiler Rauchverschluss angebracht, der Brand in der Wohnung mit der Wärmebildkamera aufgefunden und bekämpft werden.

Speziell wurde dabei auf das richtige Öffnen von Türen und das Kühlen des Brandraumes durch Sprühstrahl geachtet. Für einige Kameraden war dies der erste Kontakt mit dem Feuer im Atemschutzeinsatz.

Freiw. Feuerwehr Steyr

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