Oö: Unwetter am 15. August 2021 brachte etwa 260 Einsätze & tödlicher Paragleiterabsturz

OBERÖSTERREICH: inen Großeinsatz der Feuerwehren hat ein Unwetter am Abend des 15. August 2021 ausgelöst. Bis dato standen oberösterreichweit 113 Feuerwehren mit ca. 1500 Einsatzkräften bei rund 260 Einsätzen im Einsatz. Die Unwetterfront breitete sich ab 20 Uhr sehr flächig über dem ganzen Bundesland aus, sodass annähernd alle Bezirke betroffen waren.

Der Wind bereite diesmal die mit Abstand meisten Probleme – es waren zu einem überwiegenden Teil Sturmschäden, die die Feuerwehren beschäftigten. Umgestürzte Bäume auf Verkehrsflächen und abgedeckte Dächer waren die Haupteinsatzgründe für die Einsatzkräfte. Abseits der Windschäden waren auch vereinzelt Überflutungen zu verzeichnen. Auch mussten die oberösterreichischen Feuerwehren während des Unwetters zu Brandeinsätzen ausrücken, wie beispielsweise in Weng im Innkreis, wo nach einem Blitzschlag in ein Gebäude die Intervention der Einsatzkräfte nötig wurde.

Tödlicher Paragleiterabsturz

In Langwies, Gemeinde Ebensee, wurde die Feuerwehr zu einem Menschenrettungseinsatz nach Paragleiterabsturz in einen Bach alarmiert. Trotz unverzüglichem, raschem Feuerwehreinsatz konnte leider nur noch der Tod des Betroffenen festgestellt werden. Hierzu berichtet die Polizei: “Ein 60-Jähriger aus dem Bezirk Gmunden stieg am 15. August 2021 gegen 18:30 Uhr im Bereich des Hochleckens auf das Plateau des westlichen Höllengebirges, um von dort zu einem Gleitschirmflug zu starten. Der Pilot flog mit seinem Paragleit-Schirm entlang des Höllengebirges Richtung Osten. Als sich der Mann gegen 20 Uhr im Luftraum über der Ortschaft Langwies in Ebensee befand, verlor er vermutlich aufgrund eines Gewitters die Kontrolle über sein Fluggerät.

Mehrere Augenzeugen konnten beobachten wie sich der 60-Jährige mit seinem Schirm rasant um die eigene Achse drehte und dabei schnell an Höhe verlor. Sofort liefen die Zeugen dem Paragleiter zu seiner möglichen Landezone nach und konnten ihn rasch auffinden. Der Mann lag leblos in einem Bach, der Gleitschirm hing in den Bäumen. Die Ersthelfer befreiten den Piloten aus den Leinen des Gleitschirms, transportierten ihn an das Ufer und begannen mit der Reanimation. Nach Eintreffen der Rettungskräfte übernahmen diese die Wiederbelebungsmaßnahmen, welche allerdings leider erfolglos blieben.”

Die Landeswarnzentrale im oberösterreichischen Landesfeuerwehrkommando musste die Sturmwarnanlagen auf div. Seen aktivieren bzw. lief auch Hochtouren, um die ein Vielzahl einlangenden Feuerwehrnotrufe zu bearbeiten. Unterstützt wurde sie dabei durch die Bezirkswarnstellen einzelner Bezirke.

In Thalheim bei Wels (Bezirk Wels-Land) standen die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Notarzt und Polizei während einem heftigen Gewitter bei der Rettung einer verletzten Person im Einsatz.
Den Einsatzkräften wurde eine vermutlich abgestürzte Person am Reinberg in Thalheim bei Wels gemeldet. Anwohner hörten Hilfeschreie, nach längerer Suche konnte der Einsatzort dann gefunden werden.

Die verletzte Person befand sich beim Pavillon am Reinberg. Nach der Erstversorgung durch Rettungsdienst und Notarzt wurde die verletzte Frau ins Krankenhaus eingeliefert.

Wieder Gewitter am 16. August

Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik ist das Gewitter nun vollständig durch des Bundesland durchgezogen. Für morgen, früher Nachmittag, sind erneut Unwetter, vor allem mit hoher Regenintensität, zu erwarten. Und diese trafen in weiterer Folge auch wieder ein. Siehe: Oö: Neuerlich Unwetterfront mit über 500 Einsatzstellen am 16. August 2021

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