Bayern: Haslacher Feuerwehrler kommen fehlerfrei durch die Prüfung “Löschangriff”

TRAUNSTEIN (BAYERN): Zufriedene Gesichter bei den Aktiven der Feuerwehr Haslach. Nach drei Wochen Vorbereitung und etlichen Übungsstunden konnten 12 Einsatzkräfte in zwei Gruppen Anfang Oktober 2021 die Prüfung zum „Leistungsabzeichen Löschangriff“ erfolgreich ablegen. Beide Gruppen behielten am Ende eine „weiße Weste“ und kamen fehlerfrei durch den Prüfungsabend. Dies war das erste Leistungsabzeichen der Wehr mit dem neuen Löschfahrzeug. Dazu wurden die bisherigen Abläufe überarbeitet und auf das neue Auto angepasst.

„Es war eine Umstellung für uns Alle, die wir meiner Meinung nach sehr gut gemeistert haben“, freut sich Ausbilder Stefan Lohwieser, der beide Mannschaften in acht Abenden auf die Prüfung vorbereitet hatte. Die erste Aufgabe der abgelegten „Variante III“ war es, vom Hydranten über das Einsatzfahrzeug bis zum Strahlrohr einen Löschangriff unter Atemschutz vorzubereiten und durchzuführen. Dabei hatten die Feuerwehrler maximal 5 Minuten Zeit, um alle Aufgaben zu erledigen und den Brandherd, zwei aufgestellte Eimer mit Wasser zu löschen.

„Bedingt durch die moderne Technik war im Vorfeld einiges an Arbeit zu erledigen. Unsere Übungsunterlagen mussten an das neue Fahrzeug angepasst werden, da sich unter anderem die Aufbewahrung der Geräte im Fahrzeug geändert hat. Zudem nutzen wir jetzt ein sogenanntes Schlauchpaket gegenüber der früheren Variante mit einzelnen Rollschläuchen“, erklärt Stefan Lohwieser.

Den zweiten Teil der Abnahme bildete das sogenannte „Saugschlauchkuppeln“. Die Abnahmerichtline verlangt von den Teilnehmern eine einsatztaugliche Saugleitung aus vier Saugschläuchen zu kuppeln und deren Dichtigkeit mit der sogenannten Trockensaugprobe unter Beweis zu stellen. „Die schweren Saugschläuche sind beim neuen Auto nicht mehr im Geräteraum sondern auf dem Dach verlastet. Da kam ich schon ins Schwitzen, diese in Windeseile meinen Kameraden herunterzureichen“, erklärt Maschinist Markus Egger.

Markus Egger zeigt sich am Ende des Prüfungsabend genau so zufrieden wie Gruppenführer Daniel Schreiner. Beide legten die sechste und damit höchste Stufe in „Gold-Rot“ ab. Ihre Sonderaufgabe in dieser Stufe, einen Testbogen mit 15 spezifischen Fachfragen konnten sie jeweils ohne Fehler ausfüllen. Die Mannschaft musste als Sonderaufgaben Gefahrenzeichen erkennen (Stufe 5/Gold-Grün), Erste-Hilfe-Kenntnis beweisen (Stufe 4/Gold-Blau) oder fit in der Gerätekunde sein (Stufe 3/Gold).

Zudem wurde von den Teilnehmern eine breite Auswahl an Knoten und Stichen verlangt, die sie in kurzer Zeit vorzeigen mussten. Nach jeweils rund einer Stunde konnte das Schiedsrichter-Team des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein jeder Gruppe eine fehlerfreie Leistung attestieren und zur bestandenen Prüfung gratulieren.

Haslachs Kommandant Stefan Breitling überreichte im Anschluss die Abzeichen an Daniel Schreiner und Markus Egger in Gold-Rot (Stufe 6), an Martin Widmann und Fabian Rückerl in Gold-Grün (Stufe 5), an Andreas Wagner und Stephan Maaßen in Gold-Blau (Stufe 4). Andreas Kropp, Jakob Schillinger und Sebastian Schuhbeck erreichten Gold (Stufe 3) und Melanie Zellner, Ferdinand Wernberger und Markus Heuschneider die Stufe 2 in Silber.

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