D: Intensiver und kräftezehrender Innenangriff mit Menschenrettung in Frankfurt am Main

FRANKFURT AM MAIN (DEUTSCHLAND): In der Nacht auf Samstag, 16. Oktober 2021, erreichten um kurz nach 3:00 Uhr mehrere Notrufe die Zentrale Leistelle der Berufsfeuerwehr Frankfurt a.M. Gemeldet wurde ein Feuer in einer Wohnung in der Straße In den Röthen im Stadtteil Bornheim.

Es erfolgte die unmittelbare Alarmierung entsprechender feuerwehrtechnischer und rettungsdienstlicher Einheiten von den Feuer- und Rettungswachen 1, 11 und 40 an die betreffende Einsatzstelle. Aufgrund des angetroffenen Lagebildes und wahrgenommener Hilferufe aus der Brandwohnung im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses, erfolgte durch den ersteintreffenden Führungsdienst die Alarmstichworterhöhung auf “Feuer 3 – Menschenleben in Gefahr”. Sodass durch die Zentrale Leitstelle weitere Einheiten der Berufsfeuerwehr zur Unterstützung nach Bornheim alarmiert wurde.

Vor Ort wurde die unmittelbare Menschrettung und Brandbekämpfung eingeleitet. Insgesamt wurden 3 Trupps mit Atemschutzgeräten eingesetzt und diese brachten 2 Rohre zum Einsatz. Hierbei erwiesen sich die Arbeiten in der Brandwohnung auf Grund der räumlichen Gegebenheit als äußerst intensiv und kräftezehrend. Nach kurzer Zeit konnte eine männliche Person lebend aus der Brandwohnung gerettet werden. Die weitere medizinische Versorgung erfolgte vor Ort durch einen Rettungswagen und den anwesenden Notarzt. Anschließend wurde der Abtransport in ein ortsansässiges Krankenhaus durchgeführt.

Nach rund einer Stunde Einsatz erging die Meldung “Feuer aus” und in Folge waren umfängliche Nachlöscharbeiten auf Grund der hohen Brandlast in der Wohnung nötig. Dies unter anderem unter dem Einsatz einer Wärmebildkamera. Die Brandrauchausbreitung im Treppenraum des mehrgeschossigen Wohnhauses, wurden mittels hydraulischer Lüftungsgeräte beseitigt. Alle Wohnungen wurden durch den Sonderdienst Umwelt und Sicherheit der Berufsfeuerwehr hinsichtlich einer möglichen Schadstoffbelastung kontrolliert. Eine weibliche Person in einer über der Brandwohnung liegenden Wohneinheit wurde vor Ort rettungsdienstlich erstversorgt.

Die rund 50 Einsatzkräfte waren über 2 Stunden tätig. Die Kräfte der Berufsfeuerwehr wurden durch Kollegen*innen der Freiwilligen Feuerwehr Harheim unterstützt. Nach Abschluss der Arbeiten konnten alle Bewohner des Hauses unversehrt in ihre Wohnung zurückkehren. Die eigentliche Brandwohnung ist derzeit unbewohnbar.

Die Brandursachenermittlung und eine Bezifferung der Schadenshöhe wird im Tagesverlauf Teil der Ermittlungen durch die Polizei Frankfurt sein. Für den heutigen Vormittag sind eine Kontrolle und eine sogenannte Brandnachschau durch die Kräfte der Berufsfeuerwehr anberaumt.

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