D: Brand mit Explosionen einer Abfüllanlage für Flüssiggas in Dresden → Großeinsatz

DRESDEN (DEUTSCHLAND): Die Feuerwehr Dresden ist per Vormittag des 21. Oktober 2021 bzw. seit 07.39 Uhr mit einem Großaufgebot an Kräften bei einem Großbrand im Dresdner Industriegelände im Einsatz. Dort ist es zu einem Brand einer Abfüllanlage für Flüssiggas gekommen.

Bereits auf der Anfahrt war eine große, schwarze Rauchsäule weithin sichtbar. Auf Grund der massiven Rauchentwicklung und einzelnen Explosionen können die Löscharbeiten nur aus größerer Entfernung bzw. aus der Deckung heraus durchgeführt werden. Mit mehreren Strahlrohren sowie Wasserwerfern wird derzeit ein aggressiver Löschangriff vorgetragen, um die Ausbreitung des Brandes auf weitere Gebäude und Fahrzeuge zu verhindern.

Weiterhin laufen die Vorbereitungen für den Einsatz von Löschschau, um die Kühl- und Löschwirkung zu erhöhen. Die Feuerwehr prüft derzeit weitere Zugangsmöglichkeiten zu dem Objekt, um weitere Riegelstellungen aufzubauen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der betroffenen Firma konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, so dass bislang keine Verletzten zu beklagen sind.

Auf Grund der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung im Bereich Albertstadt und Klotzsche über Lautsprecherwagen, Radio, die Warnapp NINA sowie die Sozialen Netzwerke gebeten Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Belüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten, damit es zu keinem Raucheintrag in Gebäude kommt. Im Einsatz sind derzeit etwa 70 Einsatzkräfte aller Wachen der Berufsfeuerwehr, der A-Dienst, der B-Dienst, der U-Dienst sowie die Stadtteilfeuerwehren Klotzsche und Langebrück.

Um den Grundschutz innerhalb der Landeshauptstadt Dresden weiterhin sicherzustellen und die aktuelle Sturmwetterlage zu bewältigen, wurden weitere Stadtteilfeuerwehren in Alarmbereitschaft versetzt. Der Einsatz wird noch geraume Zeit andauern.

Update 11.00 Uhr

Der Einsatz von Löschschaum führte zum Löscherfolg, so dass um 09:40 Uhr Uhr der Brand unter Kontrolle gebracht werden konnte. Derzeit finden umfangreiche und aufwändige Restlöscharbeiten in dem ca. 30m x 20m großen Brandobjekt statt. Dazu muss zum Teil die Dachhaut geöffnet werden. Mit Wärmebildkameras wird nach verborgenen Glutnestern gesucht. Durch den starken und sich ständig drehenden Wind werden kleine Brandherde immer wieder entfacht.

Der Kräfte und Mittelansatz wird jetzt reduziert. Die Warnung der Bevölkerung wird zurückgenommen, da die Gefährdung nicht mehr besteht. Hier erfolgt über Radio, die Warnapp Nina sowie Twitter eine entsprechende Information.

Der Einsatz wird noch geraume Zeit andauern und es wird nach Abschluss aller Maßnahmen eine Nachkontrolle stattfinden.

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