Gefälschte Covid-Impfpässe → stellen Sie diese nicht auf soz. Medien oder Web

STADE (DEUTSCHLAND): Im Landkreis Stade sind in diesem Jahr bisher rund ein Dutzend Fälle von Betrugsversuchen mit offenbar gefälschten Impfpässen angezeigt worden. Die Zahl hat allerdings in den letzten beiden Wochen rasant zugenommen. Die Polizei rät allgemein, keine Impfzertifikate auf soziale Netzwerke oder ins Web zu stellen.

Die Betroffenen hatten sich die Pässe vermutlich im Internet besorgt, um in den Apotheken damit ein digitales Impfzertifikat für sich oder Familienangehörige zu erhalten. Dies konnte dann aber durch die Aufmerksamkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Apotheken verhindert werden. Hintergrund könnte z. B. sein, dass Impfunwillige auf diese Art und Weise versuchen, um die Kosten der nun nicht mehr kostenfreien Tests herum zu kommen, wenn diese nach 3 G-Regeln erforderlich sind.

Gegen die Betroffenen wird nun ein Ermittlungsverfahren wegen Betruges und Urkundenfälschung eingeleitet. Um den Betrügern das Handwerk zu erschweren rät Polizeisprecher Rainer Bohmbach u. a. dazu, keine Fotos von echten Impfpässen mit eingetragenen Impfungen in den sozialen Netzwerken zu posten. Diese könnte sonst gut als Vorlage für Fälschungen verwendet werden.

“Neben den bisher angezeigten Fällen, gibt es bestimmt noch eine hohe Dunkelziffer an im Umlauf oder in Benutzung befindlichen gefälschten Impfausweisen. Apotheken sollten in jedem Fall derartige Vorfälle bei der Polizei melden, damit die Betrüger nicht versuchen, wenn sie in einer Apotheke evtl. nur abgewiesen werden, anschließend in einer anderen Apotheke da Zertifikat zu erhalten. Ein Verstoß gegen eine medizinische Schweigepflicht stellt eine derartige Meldung durch die Apotheken nicht dar.”

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