Oö: Landes-Feuerwehrkommando testet den hausinternen Stromausfall

LINZ (OÖ): Das Landes-Feuerwehrkommando OÖ gilt als kritische Infrastruktur und hat im Katastrophenfall als Einsatzzentrale des Landes OÖ eine gesicherte Kommunikation entsprechend zu gewährleisten. Aus diesem Grund wurde am 12. November 2021 im LFK OÖ eine Strukturüberprüfung durchgeführt, wobei die verschiedenen Abteilungen im LFK ihre Einsatz- und Arbeitsverfahren im Zuge eines Stromausfalles beübten.

Die Landeswarnzentrale ist seit den 1970er Jahren mit einer Notstromversorgung ausgestattet, welche den Betrieb der Warn- und Alarmierungssysteme (ebenso die Feuerwehr-Alarmierung und Stabsräume) über viele Tage gewährleistet werden kann.

Fix stationiertes Notstromaggregat 1 im Oö. LFK
Fix stationiertes Notstromaggregat 2 im Oö. LFK, dieses ist im Freien aufgebaut.

Seit den 1990er Jahren wurden im Zuge der Sanierungsschritte weitere systemrelevante Gebäudeteile sukzessive mit Notstromversorgungen ausgestattet. Von den Technikern der Hausverwaltung und der Abteilung Warnung, Alarmierung und Kommunikation (WAK) werden diese Anlagen regelmäßig gewartet und auch Probeläufe unter Last durchgeführt.

Zusatzpower über mobiles Stromaggregat (war leistungstechnisch bei der Übung aber nicht erforderlich).

Bei der Übung wurde nun mittels eines „scharfen“ Tests die Stromzufuhr bewusst unterbrochen. In weiterer Folge wurden durch die Mitarbeiter des LFK alle erforderlichen Gebäudeteile mittels vorbereiteter Checklisten genau überprüft, ob auch alle von der Stromversorgung abhängigen Funktionen wie geplant verfügbar sind. Dazu gehören unter anderem auch die Stabsräume und Lehrsäle, die im Falle eines Blackouts einsatzfähig bleiben müssen.

Über das Warn- und Alarmsystem können an die Leuchttürme (sprich die Feuerwehrhäuser) auch allgemeine Nachrichten übermittelt werden, wenn Telefone nicht mehr zur Verfügung stehen.
Die LWZ gilt beim Stromausfall als zu schützende bzw. zu versorgende Schnittstelle ins ganze Land.

Vorrangig wurde dabei die Unabhängigkeit der Stromversorgung vom Netzstrom getestet. Es sollte festgestellt werden welche Kapazitäten die Selbstversorgung der Infrastruktur in gegebenem Rahmen zulassen.

Simuliert wurde ein Stromausfall in den Gebäuden des LFK: Die Notstromgeneratoren liefen an und stellten zuerst den 3-fach abgesicherten (eine USV und zwei unabhängige Notstromaggregate), störungsfreien Arbeitsfluss der Landeswarnzentralee (LWZ) sicher. Sind Notrufeingänge und Alarmierungen der Feuerwehren möglich? Funktioniert die Übertragung der Brandmeldeanlagen in die LWZ etc.

Die Stabsarbeit konzentrierte sich beim Übungsbeispiel hier nur um die erste Anlaufphase nach einem größeren Stromausfall.

Zudem versorgen sie die übrigen Schnittstellen im Haus (Licht, Heizung, Arbeitsplätze etc.). Kontrolliert wurden die Abläufe, die Versorgungsmöglichkeiten und die Belastbarkeit der Ausfallshilfen im Haus. Weiters wurde im Zuge dieser Blackout-Übung der Landes-Krisenstab eingerichtet.

Einerseits um den Aufbau des Stabs zu beüben und andererseits testweise Stabsbetrieb unter diesen erschwerten Bedingungen für mehrere Stunden abzuwickeln.

Oö. Landes-Feuerwehrverband

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