D: Feuer auf St. Pauli → Feuerwehr Hamburg rettet zwei Personen aus brennenden Wohn- und Geschäftsgebäude

HAMBURG (DEUTSCHLAND): Der Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg wurde in der Nacht auf Mittwoch, 12. Jänner 2022, über Notruf ein Feuer in einem Gebäude in der Clemens-Schulz-Straße auf Hamburg St.Pauli gemeldet. Der Disponent alarmierte mit dem Stichwort “Feuer” die zuständige Hamburger Löschgruppe der Feuer- und Rettungswache Innenstadt sowie die Freiwillige Feuerwehr Altona.

Als die ersten, um 03.16 Uhr alarmierten Einsatzkräfte eintrafen, brannte aus bisher ungeklärter Ursache ein Lokal im Erdgeschoss eines viergeschossigen kombinierten Wohn- und Geschäftsgebäudes in voller Ausdehnung. Ein Flammenüberschlag in das erste und zweite Obergeschoss hatte bereits vor Eintreffen der Feuerwehr stattgefunden. Der Einsatzleiter erhöhte das Stichwort auf “Feuer 2 Löschzüge mit Menschenleben in Gefahr” und alarmierte damit umfangreiche Kräfte auch des Rettungsdienstes nach.

Es wurde umgehend eine Brandbekämpfung und Menschenrettung mit insgesamt einem B- sowie drei C-Rohren, teilweise über eine Drehleiter eingeleitet. Auf der Rückseite des Gebäudes konnten zwei Personen über eine aus Gründen des vorbeugenden Brandschutzes fest verbaute Wendeltreppe gerettet werden. Nach einer rettungsdienstlichen Sichtung klagten beide zwar über leichte Handverletzungen, mussten jedoch nicht in ein Krankenhaus transportiert werden und verblieben am Einsatzort.

28 weitere Personen wurden aufgrund der starken Brandintensität und starken Rauchentwicklung aus den angrenzenden Gebäuden evakuiert. Alle insgesamt 30 Personen wurden während der Löscharbeiten in einem Großraumrettungswagen der Feuerwehr Hamburg betreut. Das Brandobjekt wurde durch Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz auf weitere betroffene Personen kontrolliert.

Gegen 05:00 Uhr konnte das Feuer letztlich unter Kontrolle gebracht werden. Die Bewohner der umliegenden Hausnummern konnten nach einer Kontrolle auf Rauchfreiheit wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Bis in den Vormittag waren Einsatzkräfte noch mit weiteren Nachlöscharbeiten beschäftigt, im Anschluss wurde die Einsatzstelle der Polizei Hamburg zur Ursachenermittlung übergeben.

Kräfte im Einsatz: Zwei Hamburger Löschgruppen der Berufsfeuerwehr, ein weiteres Hamburger Löschfahrzeug, drei Freiwillige Feuerwehren, ein B-Dienst, ein Umweltdienst, ein Bereichsführer, ein Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter Atemschutz, ein Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter Mulde, zwei Rettungswagen, ein Großraumrettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug. Insgesamt in der Spitze bis zu 70 Einsatzkräfte.

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