Salzburger Feuerwehr-Bilanz 2025: 11.898 Einsätze und 1,4 Millionen Arbeitsstunden
SALZBURG: Auf ein arbeitsintensives Jahr 2025 können die Salzburger Feuerwehren zurückblicken. Trotz eines Rückgangs bei den Einsatzzahlen im Vergleich zum Rekordjahr 2024 blieb die Belastung für die Einsatzkräfte in allen Bezirken hoch. Insgesamt leisteten die Salzburger Feuerwehren im vergangenen Jahr 11.898 Einsätze. Die Gesamtarbeitszeit für Einsätze, Bereitschaftsdienste, Ausbildung und sonstige Tätigkeiten der 17.462 Mitglieder erreichte mit 1.386.891 Stunden erneut ein sehr hohes Niveau. Der Zeitaufwand für Ausbildung und Schulung der Feuerwehrleute wurde erhöht, hier gab es einen Anstieg um 23 Prozent auf 357.663 Stunden.
Die 124 Salzburger Feuerwehren mussten 2025 zu weniger Einsätzen ausrücken, die Ansprüche an die Einsätze waren jedoch nicht minder herausfordernd. Der Rückgang der Gesamteinsatzzahlen um rund 28 Prozent ist in erster Linie auf eine stabilere Wetterlage zurückzuführen: Da großflächige Hochwasserereignisse wie im Jahr 2024 ausblieben, sank insbesondere die Zahl der technischen Hilfeleistungen – zu denen auch Verkehrsunfälle und Sturmschäden zählen – deutlich. Insgesamt wurden 7.160 Einsätze verzeichnet (2024: 11.374). Auch die Zahl der Brandeinsätze ging zurück: In 3.624 Fällen wurde die Feuerwehr alarmiert (2024: 4.158), darunter 46 Großbrände und 128 Mittelbrände. Im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes wurden zudem 1.114 Brandsicherheitswachen durchgeführt.

„Ich bin unglaublich stolz auf die Arbeit der Salzburger Feuerwehren“, betont Landesfeuerwehrkommandant Günter Trinker. „Die Leistungsfähigkeit unserer Einsatzkräfte ist konstant auf Spitzenniveau. Auch wenn die Gesamtzahl der Einsätze gegenüber dem Rekordjahr 2024 gesunken ist, zeigt die Bilanz eindrucksvoll, wie unverzichtbar das Ehrenamt für Salzburg ist. Besonders hervorzuheben ist die hohe Ausbildungsbereitschaft: Unsere Mitglieder haben den Zeitaufwand für Schulungen und Weiterbildung deutlich gesteigert. Das ist eine wichtige Investition in die Sicherheit von morgen.“
Feuerwehrjugend mit 1.430 Jugendlichen sorgt für exzellenten Nachwuchs
Zum Stichtag 31. Dezember 2025 zählten die 124 Salzburger Feuerwehren 11.471 aktive Mitglieder. Ergänzt wird dieser Stand durch 4.385 nicht aktive Mitglieder sowie 176 Ehrenmitglieder. Besonders erfreulich entwickelt sich der Nachwuchs: 1.430 Jugendliche engagieren sich derzeit in 95 Gruppen der Feuerwehrjugend. Damit bleibt das Interesse der 10- bis 15-Jährigen an der Feuerwehr auf einem konstant hohen Niveau. Auch der Anteil von Mädchen steigt kontinuierlich, aktuell befinden sich 364 Mädchen in der Ausbildung. Im vergangenen Jahr sind 260 Jugendliche in den aktiven Dienst übergetreten und verstärken nun die Einsatzmannschaften als Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner im ganzen Bundesland.
Landesfeuerwehrkommandant Günter Trinker zeigt sich erfreut über diese Entwicklung: „Das große Interesse der Jugendlichen ist beeindruckend. Sie schätzen die Kameradschaft, übernehmen Verantwortung und zeigen großes Engagement. Das sichert auch in Zukunft bestens ausgebildete Feuerwehrkräfte und eine verlässliche Einsatzbereitschaft in Salzburg.“ Dies spiegeln auch die Erfolge beim 25. Bundesfeuerwehrjugendleistungbewerb in Weiz wider: Jugendgruppen aus Schleedorf, Adnet, Mariapfarr und Tamsweg nahmen erfolgreich teil. Besonders erfreulich war der dritte Platz einer Mädchengruppe aus Wagrain.
Landesfeuerwehrschule: Ausbildung als starkes Fundament
Ein Großteil der insgesamt 1.386.891 geleisteten Arbeitsstunden aller Feuerwehrleute floss im vergangenen Jahr in die Vorbereitung auf den Ernstfall. Der Zeitaufwand für Ausbildung und Schulung stieg deutlich auf 357.663 Stunden (2024: 291.404 Stunden). Dies entspricht einer Steigerung von knapp 23 Prozent. Zusammengefasst besuchten im Jahr 2025 insgesamt 5.237 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Summe 191 Aus- und Fortbildungsveranstaltungen an der Landesfeuerwehrschule. Die Kombination aus der praxisnahen Ausbildung in den Ortsfeuerwehren und den spezialisierten Lehrgängen an der Landesfeuerwehrschule stellt sicher, dass die Florianis stets auf höchstem technischen Niveau einsatzbereit bleiben.
Zu den wichtigsten und meistbesuchten Lehrgängen zählen diejenigen der Basisausbildung, wie beispielsweise der Atemschutzgrundlehrgang. Darüber hinaus werden spezialisierte Ausbildungen unter anderem in den Bereichen Strahlenschutz, Gefahrgut und Tunneleinsätze angeboten. Neben der fachlichen Ausbildung gewinnt auch die psychosoziale Unterstützung zunehmend an Bedeutung: Speziell geschulte Feuerwehrmitglieder, sogenannte Peers, stehen nach besonders belastenden Einsätzen für Nachbesprechungen und zur Betreuung von Kameradinnen und Kameraden zur Verfügung. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 139 Feuerwehrmitglieder nach acht belastenden Einsätzen begleitet.
Landesalarm- und Warnzentrale wickelt jährlich mehr als 5.300 Alarmierungen ab
Die Anforderungen an die vom Salzburger Landesfeuerwehrverband betriebene Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ), die unter anderem für die Entgegennahme von Notrufen zuständig ist, steigen kontinuierlich. Im vergangenen Jahr bewerkstelligte die LAWZ 14.329 Tätigkeiten (2024: 14.259), zusätzlich wurden insgesamt 5.312 Einsätze abgewickelt. Bei der jährlichen Sirenenprobe Anfang Oktober bestanden von 521 Sirenenanlagen in 119 Gemeinden nur zwei den Test nicht. Die Modernisierung der LAWZ war im vergangenen Jahr eines der maßgeblichen Projekte. Im Jahr 2025 wurde die Planungsphase abgeschlossen und die Umsetzungsphase begonnen. Die Sanierung der Räumlichkeiten konnte im Herbst abgeschlossen werden.
Landes-Feuerwehrverband Salzburg


