D: Katze stürzt bei Rettungsversuch rund 8 m tief in Kamin → komplexer, langwieriger Einsatz
NEUNKIRCHEN (DEUTSCHLAND: Aus einer scheinbar einfachen Tierrettung – einem Routineeinsatz für die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen – entwickelte sich am Samstagabend, 18. April 2026, eine komplexe Rettungsaktion. Eine Katze war vom Dach eines Wohn- und Geschäftshauses am Oberen Markt rund acht Meter tief in einen Kamin hinabgestürzt. Erst nach fünf Stunden mühsamer und kleinteiliger Arbeit konnten die Feuerwehrleute die Katze erreichen und aus ihrer Zwangslage retten. Ihre Besitzer führten sie anschließend selbstständig einem Tierarzt vor.
Schon seit mehreren Tagen war die Katze einer Familie abgängig, als sie das verängstigte Tier am Samstagabend schließlich auf dem Dach ihres eigenen Hauses entdeckten. Doch weder kam die Katze aus eigener Kraft vom Dach des zweigeschossigen Hauses herunter, noch konnten ihre Besitzer sie erreichen. Deshalb riefen sie die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen zu Hilfe. Der Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt rückte darauf mit ihrer Drehleiter auf den Oberen Markt aus.
Bei Rettungsversuch in Kamin gestürzt
Routiniert fuhren Feuerwehrleute mit dem Rettungskorb das Hausdach an und versuchten die Katze behutsam einzufangen. Doch ihrer schnellen Rettung entzog sich die Katze fluchtartig. Auf ihrer kurzen Flucht über das Dach stürzte das Tier einen zweizügigen Kamin hinab. Zunächst versuchten die Feuerwehrleute die Katze über Revisionsöffnungen am Kamin zu lokalisieren oder sie sogar so erreichen zu können. Als dies nicht gelang kam eine Endoskopkamera zum Einsatz. Ergänzt wurde diese noch durch eine vom Zentralen Betriebshof bereitgestellte Spezialkamera aus dem Kanalbau. Mit den Kameras konnte die Katze lebend auf einer Art Podest acht Meter tief in dem stillgelegten Kamin geortet werden.
Stundenlanges Arbeiten
Weil anders kein Herankommen an die Katze möglich war brachen Feuerwehrleute vorsichtig im Dachgeschoss eine Rettungsöffnung in den Kamin. Mit Bohrhämmern und vor allem sorgsam von Hand mit Hammer und Meißel öffneten sie den Kamin. Unter allen Umständen sollte vermieden werden die Katze durch herabfallende Mauerstücke zu gefährden oder durch zu viel lauten Maschinenlärm zu sehr zu stressen. In der schweißtreibenden und dreckigen Arbeit wechselten sich teilweise mehrere Feuerwehrangehörige ab. Erst nach mehreren Stunden hatte die Öffnung in der Kaminwand eine für die Rettung ausreichende Größe erreicht. Durch das Loch in der Kaminwand konnte ein Feuerwehrangehöriger zur Katze hinabgreifen, sie mit einer Schlinge vorsichtig zu sich heranziehen und anschließend aus ihrer Zwangslage retten. Die Katze übergaben die Feuerwehrleute nach ihrer Rettung ihren glücklichen Besitzern. Diese führten die Katze in der Folge einem Tierarzt vor.
Erst weit nach Mitternacht, gegen 00:40 Uhr, konnte das Dutzend Neunkircher Feuerwehrleute und zwei Mitarbeiter des Zentralen Betriebshofes ihren Einsatz auf dem Oberen Markt beenden und die bis dahin für den Verkehr gesperrte Straße wieder freigeben.

