Oö: Katastrophenschutz übergibt Ausrüstung an Stützpunktfeuerwehren: WLF-K2 KS, RLF-Tunnel, Boote und mehr
LINZ (OÖ): Am 28. April 2026 wurden im Landes-Feuerwehrkommando Oberösterreich 31 spezialisierte Fahrzeuge und Geräte an Stützpunktfeuerwehren übergeben – darunter moderne Wasserfahrzeuge, Rollcontainer für Brandeinsätze in Tunnels, Wechselladefahrzeuge mit Kran sowie Einsatzfahrzeuge für Tunnelanlagen. Diese Übergabe stellt einen weiteren wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung des oberösterreichischen Stützpunktwesens dar.

„Wenn Menschen in Not sind, zählen oft Sekunden – und auf unsere Feuerwehren ist Verlass. Mit den neuen Fahrzeugen und Geräten schaffen wir beste Voraussetzungen für jene, die Tag und Nacht bereitstehen, um anderen zu helfen. Das ist ein starkes Zeichen der Wertschätzung für dieses Engagement und für den Zusammenhalt in unserem Land.“

Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer
Die Investitionen in Höhe von über 5 Millionen Euro, finanziert aus den Katastrophen-Fonds des Bundes und des Landes OÖ, Bundesmitteln sowie Förderungen aus Tunnelmittel, ASFINAG und ÖBB, ermöglichten 2025/26 die Ausstattung von 28 Feuerwehren aus 15 Bezirken mit moderner, einsatzentscheidender Technik. Der Oö. Landes-Feuerwehrverband verantwortet als Zentralstelle für den Katastrophenschutz die landesweite Planung und Organisation dieses Systems – mit dem Ziel, Spezialausrüstung dort zu stationieren, wo sie im Ernstfall rasch verfügbar ist.

„Technik allein löscht kein Feuer und rettet kein Leben – aber sie unterstützt jene, die genau das tun: Sie gibt Sicherheit, erleichtert die Arbeit und verschafft entscheidende Sekunden. Mit 31 neuen Fahrzeugen und Spezialgeräten stärken wir gezielt das Rückgrat unseres Katastrophenschutzes. Gerade das Stützpunktwesen ist für Oberösterreich und die Menschen – besonders im ländlichen Raum – von zentraler Bedeutung. Es erhöht die Effizienz und stärkt die Schlagkraft, damit Hilfe rasch dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Denn Heimat braucht Sicherheit – und moderne Rahmenbedingungen für jene Menschen, die Verantwortung tragen und helfen, wenn es darauf ankommt. Die Investition von über 5 Millionen Euro ist ein klares Bekenntnis zur Leistungsfähigkeit unserer Feuerwehren und zur Sicherheit unserer Einsatzkräfte.“

Landesrätin Michaela Langer-Weninger
Aktuell betreuen 215 Feuerwehren in Oberösterreich rund 500 Stützpunktaufgaben. 2025 lag der Fokus auf der Finalisierung der Wechselladerflotte mit Kran, der Ausrollung von Rollcontainern für die Brandbekämpfung in Tunnelanlagen sowie der Modernisierung bestehender Bereiche wie Tauch- und Wasserdienst, Höhenrettung, Tunneleinsatz, Drohnen und Logistik. Neue Systemlösungen – wie ein Analysegerät für Gefahrstoffe und Löschunterstützungsfahrzeuge mit Großventilator erweitern das Einsatzspektrum zusätzlich.

„Die Strategieentwicklung des Oö. Landes-Feuerwehrverbandes und die damit verbundenen gezielten Investitionen zeigen, wie wichtig es ist, unser Stützpunktwesen laufend weiterzuentwickeln und an neue Herausforderungen anzupassen. Es sind die bestens ausgebildeten Feuerwehrmitglieder, die mit dieser modernen Ausstattung im Einsatzfall rasch und professionell Hilfe leisten können. Genau dieses Zusammenspiel aus Engagement, Kompetenz und Technik macht die Stärke des oberösterreichischen Feuerwehrwesens aus.“
FPräs Robert Mayer
Die Feuerwehren in Oberösterreich sind zunehmend auch bei überregionalen Katastrophenlagen gefordert. Ihre Einsatzbereitschaft auf hohem Niveau braucht eine ebenso starke technische Grundlage. Das Stützpunktwesen bildet dabei das Rückgrat für ein schlagkräftiges, vernetztes Hilfeleistungssystem im ganzen Bundesland.

„Ein starkes Stützpunktwesen lebt von klarer Planung, gezielter Investition und der laufenden Weiterentwicklung unserer Systeme. Unser Ziel ist es, Spezialausrüstung strategisch so zu positionieren, dass sie im Einsatzfall schnell und wirkungsvoll zur Verfügung steht. Damit schaffen wir die Grundlage, um auch zukünftige Herausforderungen im Katastrophenschutz bestmöglich zu bewältigen.“
LBDSTV Michael Hutterer
Der Oö. Landes-Feuerwehrverband bedankt sich herzlich beim Land Oberösterreich und bei Landesrätin Michaela Langer-Weninger für die wertvolle Unterstützung.

Ein besonderer Dank gilt auch allen Feuerwehren, die sich engagiert mit den zusätzlichen Aufgaben eines Stützpunktes auseinandersetzen und bereit sind, diese wichtigen Herausforderungen zu übernehmen.


