Bayern: Rauchentwicklung an der Bremsanlage → 250 Fahrgäste mussten in Traunstein Zug verlassen
TRAUNSTEIN (BAYERN): Am Sonntagmorgen, 17. Mai 2026, wurde die Feuerwehr Traunstein gemeinsam mit weiteren Feuerwehren und Rettungskräften gegen 05:10 Uhr zum Bahnhof Traunstein alarmiert. Gemeldet worden war ein Brand an einem Personenzug, der sich vor Ort jedoch als Rauchentwicklung an der Bremsanlage herausstellte. Rund 250 Fahrgäste mussten den Zug verlassen und wurden vorübergehend in einer nahegelegenen Turnhalle untergebracht. Mehrere Personen hatten Rauch eingeatmet und wurden vor Ort medizinisch betreut. Eine weitere Behandlung im Krankenhaus war nicht erforderlich. Erste Vermutungen zur Ursache gehen von einem technischen Defekt an der Bremsanlage aus. Der entstandene Schaden wird nach ersten Einschätzungen als gering bewertet.
„Glücklicherweise konnte die Rauchentwicklung mit mehreren Feuerlöschern rasch unter Kontrolle gebracht werden“, so das erste Fazit des Traunsteiner Kommandanten und Einsatzleiters Christian Schulz. Im Gespräch mit Hubert Hobmaier von der Pressestelle des Kreisfeuerwehrverband Traunstein betont er: „Dennoch war die hohe Personenzahl durchaus eine herausfordernde Situation, die die Rettungskräfte bewältigen mussten.“
Die Rauchentwicklung wurde vom Zugpersonal entdeckt. Daraufhin evakuierten Mitarbeiter des Bahnbetriebes die Passagiere am Bahnhof Traunstein aus dem Zug und gingen mit Feuerlöschern gegen die Rauchentwicklung vor. Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte konzentrierten sich diese neben der Kontrolle der Bremsanlage vor allem auf die Betreuung der Menschen, die am Bahnsteig warteten.
Durch den Einsatz mehrerer Handfeuerlöscher konnte die Rauchentwicklung rasch gestoppt werden. Darüber hinaus kam auch eine Wärmebildkamera zum Einsatz, um die Temperatur an der Bremsanlage zu überwachen. Zusätzlich wurde eine Wasserversorgung zur weiteren möglichen Brandbekämpfung aufgebaut. Mehrere Atemschutztrupps waren im Einsatz und sorgten neben den Arbeiten am Zug auch für die Belüftung der Waggons.

Trotz des schnellen Löscherfolges war bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr etwas Rauch in das Innere einiger Waggons gelangt. Einige Passagiere hatten dadurch Rauch eingeatmet. Alle Betroffenen wurden durch medizinisches Personal sowie einen Notarzt vor Ort untersucht. Glücklicherweise musste niemand zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden.
Zeitgleich wurden die rund 250 Fahrgäste vorübergehend in die Turnhalle einer nahegelegenen Schule gebracht. Sie sollen ihre Reise mit nachfolgenden Zügen fortsetzen. Ein Bahnmanager prüft derzeit, wie mit dem beschädigten Zug weiter verfahren wird. Der Zugverkehr auf der Strecke musste für etwa eine Stunde vollständig eingestellt werden, konnte anschließend jedoch wieder freigegeben werden.
Neben den Feuerwehren aus Traunstein, Haslach, Wolkersdorf, Vachendorf und Erlstätt waren auch Rettungs- und Betreuungskräfte des Malteser Hilfsdienstes aus Traunstein sowie des Bayerisches Rotes Kreuzes, die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung, die Kreisbrandinspektion sowie ein Fachberater des Technisches Hilfswerk aus Traunstein im Einsatz. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen zur Ursache aufgenommen.
Insgesamt waren rund 125 Einsatzkräfte für etwa drei Stunden im Einsatz, wobei viele Feuerwehrkräfte bereits nach rund einer Stunde den Einsatzort wieder verlassen konnten. Nach ersten Erkenntnissen dürfte ein Defekt an der Bremsanlage die Rauchentwicklung verursacht haben. Glücklicherweise kamen keine Passagiere ernsthaft zu Schaden. Auch der Sachschaden am Zug wird nach aktuellem Kenntnisstand als gering eingeschätzt.
