Bayern: Brand einer Garage samt E-Fahrzeug in Trostberg → Rauchsäule weithin sichtbar
TROSTBERG (BAYERN): Am Pfingstmontag, 25. Mai 2026, wurde die Feuerwehr Trostberg um 14:32 Uhr mit dem Einsatzstichwort „B 3 – Garagenbrand“ zu einem Wohnhaus an der Helene-Sedlmayr-Straße alarmiert. Die Garage sowie ein darin abgestelltes Fahrzeug fielen den Flammen zum Opfer.

Durch den beherzten Einsatz der rund 60 Einsatzkräfte konnte ein Übergreifen des Feuers auf das angrenzende Wohnhaus weitgehend verhindert werden. Ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten leicht verletzt. Der entstandene Sachschaden kann seitens der Feuerwehr nicht beziffert werden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

„Dass wir das Wohnhaus retten konnten, war wirklich eine Sache von wenigen Minuten“, lautete das erste Fazit des Trostberger Kommandanten und Einsatzleiters Hans-Peter Heimbach im Gespräch mit Anita Mußner von der Pressestelle des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein nach dem Brandeinsatz am Pfingstmontag. Nach Einschätzung des Kommandanten ist dies nicht zuletzt auch den Nachbarn zu verdanken, „die blitzschnell reagierten, umgehend über Notruf Hilfe anforderten und erste Löschversuche mit Feuerlöschern unternahmen“.

Zunächst wurde ausschließlich die Feuerwehr Trostberg alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte schlugen den Einsatzkräften bereits größere Flammen entgegen. Innerhalb kürzester Zeit griff das Feuer auf die gesamte Garage über, die binnen weniger Minuten in Vollbrand stand. Durch den intensiven Einsatz mehrerer handgeführter Strahlrohre sowie insgesamt sieben eingesetzter Atemschutztrupps konnte ein größerer Schaden am Wohnhaus verhindert werden. Dennoch wurde eine Hausseite erheblich in Mitleidenschaft gezogen.

Da vom Brandort aus eine mächtige Rauchsäule aufstieg, wurde unmittelbar nach dem Eintreffen des ersten Einsatzfahrzeugs die Nachalarmierung der Feuerwehren Heiligkreuz und Lindach veranlasst. Die Einsatzkräfte errichteten eine sogenannte Riegelstellung zum Wohnhaus sowie zum benachbarten Gebäude. Rund 30 Minuten nach der Alarmierung konnte der Leitstelle Traunstein „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet werden.

Das benötigte Löschwasser entnahmen die Einsatzkräfte aus den Tanks der Löschfahrzeuge sowie aus umliegenden Hydranten. Hierfür musste teilweise eine rund 100 Meter lange Schlauchleitung verlegt werden. Der Bewohner des Nachbarhauses wurde durch die Polizei vorsorglich in Sicherheit gebracht. Die Hausbewohner befanden sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht zu Hause.
Das in der Garage abgestellte Elektrofahrzeug brannte vollständig aus. Eine darin gelagerte Gasflasche konnte durch einen Atemschutztrupp ins Freie gebracht werden. Ein hinzugezogenes Abschleppunternehmen barg das Fahrzeug aus der Garage. Dieses wird nun in einem speziellen Tauchbecken weiter gekühlt, um eine erneute Entzündung des Energiespeichers zu verhindern.

Die Feuerwehr war mit rund 60 Einsatzkräften sowie Vertretern der Kreisbrandinspektion im Einsatz. Seitens des Rettungsdienstes waren ein Rettungswagen, eine Schnelleinsatzgruppe „Transport“ sowie ein Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort. Auch der Erste Bürgermeister der Stadt Trostberg, Dominic Geiger, verschaffte sich ein Bild von der Lage an der Einsatzstelle.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Was das Feuer ausgelöst hat, ist derzeit noch unklar. Eine Schätzung der Schadenshöhe kann seitens der Feuerwehr aktuell nicht vorgenommen werden. Nach rund zwei Stunden war der Einsatz für alle eingesetzten Kräfte beendet. Erst im Nachgang wurde festgestellt, dass sich ein Feuerwehrmann eine leichte Verbrennung am Arm zugezogen hatte. Die Verletzung konnte ambulant im Krankenhaus Trostberg behandelt werden.
Kreisfeuerwehrverband Traunstein


