Bgld: Unwetterfront sorgt für über 80 Einsätze im Bezirk Güssing
GÜSSING (BGLD): Ein schweres Gewitter mit Sturmböen, großem Hagel und enormen Niederschlagsmengen zog am Sonntagnachmittag, dem 31. Mai 2026, über den Bezirk Güssing. Die Feuerwehren standen und stehen im Dauereinsatz.
Das Unwetter erreichte den Bezirk gegen 15.30 Uhr und verursachte innerhalb kürzester Zeit massive Schäden. Um 15.52 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Stinatz zur ersten technischen Hilfeleistung alarmiert – es war der Startschuss für einen landesweiten Großeinsatz.

Stegersbach als Hotspot
Besonders schwer getroffen wurden die Ortschaften Ollersdorf, Stegersbach, Bocksdorf, Rauchwart, Rohr und Stinatz. Bis zum Abend mussten von den eingesetzten Kräften bereits deutlich mehr als 80 Einsatzadressen abgearbeitet werden. Den Schwerpunkt bildete dabei das Ortsgebiet von Stegersbach, wo die örtliche Feuerwehr allein zu mehr als 20 Einsatzstellen ausrücken musste.

Keller unter Wasser, Straßen verschlammt
Das Spektrum der Aufgaben für die hunderte Feuerwehrmitglieder war breit gefächert:
- Auspumpen zahlreicher überfluteter Keller und Tiefgaragen
- Errichten von Barrieren und Schutzmaßnahmen gegen die herannahenden Wassermassen
- Beseitigen von Verschlammungen auf Verkehrswegen nach Hangrutschungen
- Entfernen umgestürzter Bäume von Straßen und Stromleitungen
Durch die außergewöhnlich großen Hagelmengen und die Sturmböen kam es im gesamten betroffenen Bereich zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und Sachschäden.

Lage am Abend
Auch in den späten Abendstunden sind zahlreiche Feuerwehrmitglieder weiterhin mit Aufräum- und Sicherungsarbeiten beschäftigt. Die Lage wird vom Bezirksfeuerwehrkommando laufend beobachtet, während die Wehren die noch offenen Schadensmeldungen sukzessive abarbeiten.

Das Bezirksfeuerwehrkommando Güssing spricht allen eingesetzten Kräften einen großen Dank für den unermüdlichen und engagierten Einsatz aus und bedankt sich gleichzeitig bei der Bevölkerung für das Verständnis während der laufenden Maßnahmen.
