D: Feuerwehr Rheurdt versucht Fischsterben zu verhindern
RHEURDT (DEUTSCHLAND): Am Sonntagabend, 21. Juni 2026, um kurz nach halb acht wurde die Löscheinheit Rheurdt und der Einsatzleitwagen aus Schaephuysen auf Anforderung der LINEG zu den Kaplanskuhlen zwischen Bahn- und Kirchstraße gerufen.
Vermutlich durch die anhaltende Hitze der letzten Tage war der Sauerstoffgehalt im Wasser so weit gesunken, dass bereits einige Fische tot an der Wasseroberfläche trieben. Es drohte ein weiteres Fischsterben. Um dies zu verhindern, brachten die Kamerad:innen der Feuerwehr gemeinsam mit dem Bauhof der Gemeinde Rheurdt insgesamt drei Pumpen in Stellung, um das Wasser aus den Kuhlen zirkulieren zu lassen. Über mehrere Strahlrohre und Wasserwerfer wurde das angesaugte Wasser zurück auf die Kuhlen gefördert und so mit Sauerstoff angereichert.
Dieser Pumpenbetrieb wurde die gesamte Nacht aufrechterhalten. Am Morgen entschied die Einsatzleitung schließlich, einen Abrollbehälter der Feuerwehr Kamp-Lintfort (Löscheinheit Kamp) nachzufordern, der mit verschiedenen Pumpen ausgestattet ist. Gemeinsam mit den Kollegen der Feuerwehr Kamp-Lintfort wurden zwei elektrisch betriebene Pumpen mit großer Wasserfördermenge aufgebaut. Diese beziehen vom Notstromaggregat-Anhänger der Löscheinheit Rheurdt den benötigten Strom. Diese Kombination ist im Vergleich zu den nachts installierten Feuerlöschpumpen deutlich geräuschärmer und effizienter. Gemeinsam mit der Pumpe des Bauhofs werden diese Pumpen nun mehrere Tage ununterbrochen laufen.
Gegen 17 Uhr am Montagabend, 22. Juni 2026, konnte der Einsatz der Feuerwehr insoweit heruntergefahren werden, dass lediglich zwei Mal am Tag eine Kontrolle vor Ort durchgeführt wird. Der Bauhof wird die Kraftstoffversorgung für das Notstromaggregat übernehmen. Bis Montagabend waren rund 30 Kamerad:innen der Feuerwehr im Einsatz. Der Einsatz dauert mit Abend des 23. Juni noch an.
