Nö: Großbrand Strohlager in Wildendürnbach → Feuerwehr-Teleskoplader im Einsatz
WILDENDÜRNBACH (NÖ): Ein Großbrand in Wildendürnbach forderte den Einsatz mehrerer Feuerwehren. Die FF Dürnkrut unterstützte die Löscharbeiten über 24 Stunden.
Am Samstagabend, dem 18. Juli 2026, brach am Mitterhof in Wildendürnbach im Bezirk Mistelbach ein Großbrand aus. Ausgelöst wurde das Feuer durch einen Defekt an einer Zugmaschine. Die Flammen griffen in weiterer Folge auf ein Strohlager über, in dem mehr als 2.000 Strohballen gelagert waren.

Bereits bei der Alarmierung wurde aufgrund des Ausmaßes des Brandes die Alarmstufe B3 ausgelöst. Wegen der enormen Dynamik des Feuers musste die Einsatzleitung die Alarmstufe jedoch bereits nach wenigen Minuten auf B4 erhöhen. Schon zu Beginn war absehbar, dass sich der Einsatz über viele Stunden erstrecken würde. Die große Menge an brennendem Stroh stellte die Einsatzkräfte vor eine besondere Herausforderung und erschwerte die Löscharbeiten erheblich.

Insgesamt rückten zehn österreichische Feuerwehren mit 23 Fahrzeugen zum Brandobjekt aus. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zur Grenze der Tschechischen Republik wurden im Rahmen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zusätzlich zwei tschechische Feuerwehren mit vier Fahrzeugen angefordert. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte unter anderem von drei Laderfahrzeugen, sechs Güllefässern, einem Atemluftfahrzeug sowie der Drehleiter der Feuerwehr Laa an der Thaya.


Alarmierung der FF Dürnkrut
Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Dürnkrut wurden am Sonntag, dem 19. Juli 2026, kurz nach 8 Uhr zur Unterstützung bei diesem Großbrand alarmiert. Insbesondere der Teleskoplader wurde angefordert. Unmittelbar nach der Alarmierung wurde der Teleskoplader von den Kameraden auf den Tiefladeanhänger verladen.

Bereits innerhalb von weniger als 30 Minuten konnte sich das Lastfahrzeug mit dem verladenen Teleskoplader auf den Weg nach Wildendürnbach machen. Zusätzlich rückte das Kommandofahrzeug der FF Dürnkrut aus. Insgesamt standen vier Kameraden der Feuerwehr Dürnkrut im Einsatz.

Die Aufgabe der FF Dürnkrut bestand darin, das gelagerte und teilweise noch brennende Stroh Stück für Stück aus der Lagerhalle zu entfernen. Mit dem Teleskoplader wurde das Material aus dem Gebäude gebracht und anschließend auf einem nahe gelegenen Feld verteilt. Dort konnte das Stroh gezielt und kontrolliert von den eingesetzten Feuerwehren abgelöscht werden. Diese Vorgehensweise war notwendig, um verbliebene Glutnester freizulegen und ein erneutes Aufflammen zu verhindern.

Die Arbeiten waren äußerst zeit- und personalintensiv. Der Einsatz der FF Dürnkrut dauerte insgesamt rund 24 Stunden. Erst am Montagmorgen gegen 8 Uhr konnten unsere vier Kameraden die Heimfahrt antreten und wieder nach Dürnkrut zurückkehren.
Am Sonntag standen insgesamt 18 Feuerwehren mit mehr als 100 Feuerwehrmitgliedern im Einsatz. Auch Kräfte der Polizei und des Roten Kreuzes waren vor Ort.

