Nö: Wohnungen bei ausgedehntem Dachstuhlfeuer in Wohnanlage in Inzersdorf-Getzersdorf zerstört
INZERSDORF-GETZERSDORF (NÖ): Am 31.Juli 2026 kam es binnen einer Woche zum dritten Großbrand im Bezirk St.Pölten. Neben einem Scheunenbrand am 26. in Flinsdorf, brannte am 29. ein Wohnhaus in Frankenfels sowie schlussendlich am 31. Juli 2026 eine Wohnhausanlage in Walpersdorf in der Gemeinde Inzersdorf-Getzersdorf.


Bei Temperaturen über 30° Celsius wurden am 31. Juli 2026 kurz nach 20:00h die ersten fünf Feuerwehren zu einem Wohnungsbrand in eine Walpersdorfer Wohnhausanlage gerufen. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand neben mehreren Wohnungen auch der Dachstuhl in Vollbrand. Sofort wurde die Alarmstufe erhöht und weitere Feuerwehren nachalarmiert.

Die Feuerwehren begannen sofort unter Atemschutz mit den Löscharbeiten von außen, ein sicheres Betreten des Brandobjektes war zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr möglich. Zum besseren Löschen kamen zwei Drehleitern zum Einsatz, für die Sicherstellung der Wasserversorgung wurden zwei Großtanklöschfahrzeuge nachgefordert.


Zur Spitzenzeit wurde über zwei Wasserwerfer und fünf Strahlrohren gelöscht. Durch den umfassenden Löschangriff konnte das Feuer an einer Brandwand gestoppt und der weitere Übergriff auf das Nachbarwohnhaus verhindert werden.

Trotz des raschen Einsatzes wurde eine Wohneinheit ein Raub der Flammen, zwei weitere Wohnungen wurden schwer beschädigt. Die betroffene Stiege ist bis aus weiteres unbewohnbar. Die Gemeinde Inzersdorf-Getzersdorf traf noch am Abend erste Maßnahmen für die Bewohner*innen getroffen. Nach dem Niederschlagen des Feuers folgte das bei den hochsommerlichen Temperaturen noch kräftezehrender Entfernen der vorhandenen Dacheindeckung um Glutnester aufspüren und ablöschen zu können.
Parallel wurde das Brandobjekt durch mehrere Atemschutztrupps begangen und kontrolliert. Im Zuge dieser Maßnahmen konnten sechs Katzen gerettet werden. Um 23:11 Uhr konnte durch den Einsatzleiter der Feuerwehr Inzersdorf „Brand Aus“ gegeben werden. Die ganze Nacht hindurch wurde eine Brandwache durch die Feuerwehr Inzersdorf gestellt.

Insgesamt im Einsatz standen 11 Feuerwehren mit 21 Fahrzeugen und rund 165 Feuerwehrmitgliedern unter anderem mit zwei Drehleitern aus Herzogenburg und St.Pölten sowie zwei Großtanklöschfahrzeugen aus Paudorf und St.Pölten. 33 Atemschutzgeräteträger*innen waren im Atemschutzeinsatz. Das Rote Kreuz Herzogenburg rief einen „Notfall-Groß“ aus, dadurch waren 1 Bezirkseinsatzleiter, 1 Notarzthubschrauber, 2 Notarzteinsatzfahrzeuge sowie 8 Rettungstransportwägen im Einsatz.

Durch die rund 30 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes wurde eine schwerverletzte Person ins Krankenhaus transportiert, mehrere Personen vor Ort betreut sowie in der Mehrzweckhalle ein Notquartier für die betroffenen Bewohner*innen errichtet. Ebenfalls zum Einsatz kam das Kriseninterventionsteam.Weiters im Einsatz waren mehrere Streifen der Polizei.
Bezirks-Feuerwehrkommando St. Pölten


