Brand

Bayern: Bergwaldbrand Oberwössen → Wärmequellen rückläufig, rund 50 Kräfte erneut im Steilhang im Einsatz

UNTERWÖSSEN (BAYERN): Die Nachlöscharbeiten beim Bergwaldbrand im Bereich der Hochwand nahe der Lackenbergwand wurden auch in der Nacht zum Sonntag, 2. August 2026, planmäßig fortgeführt. Einsatzkräfte überwachten den Brandbereich kontinuierlich und kontrollierten die Lage mit Unterstützung einer Wärmebilddrohne. Wie bereits in den vergangenen Nächten kam es vereinzelt zu Rauchentwicklungen und kleineren Feuerbildungen. Eine Ausbreitung des Brandes oder eine stärkere Flammenentwicklung wurde jedoch nicht festgestellt.

Um 8 Uhr fand die erste Lagebesprechung des Tages mit Vertretern der Örtlichen Einsatzleitung, der Gemeinde, der örtlichen Feuerwehren, der Bergwacht und der Polizei statt. Für den heutigen Einsatztag sind rund 50 Einsatzkräfte vorgesehen. Der Schwerpunkt liegt erneut auf den aufwendigen Nachlöscharbeiten im steilen und schwer zugänglichen Gelände. Dabei werden die verbliebenen Glutnester mit Handwerkzeugen geöffnet, freigelegt und anschließend gezielt abgelöscht.

Die Auswertung der Drohnenaufnahmen aus der Nacht bestätigt den bisherigen Einsatzerfolg. Die Zahl der Wärmequellen ist erneut zurückgegangen. Dies zeigt, dass die gewählte Einsatztaktik wirkt und die intensive Arbeit der vergangenen Tage zunehmend Erfolg zeigt.

„Auch in der vergangenen Nacht hat sich bestätigt, dass wir mit unserer Strategie richtig liegen. Es gibt weiterhin einzelne Rauchentwicklungen und kleinere Feuerstellen, eine Ausbreitung ist jedoch nicht festzustellen. Die Zahl der Wärmequellen nimmt kontinuierlich ab. Jetzt gilt es, die verbliebenen Glutnester konsequent und sorgfältig abzuarbeiten“, erklärt der Örtliche Einsatzleiter und Kreisbrandrat Christof Grundner.

Besonders gefordert sind weiterhin die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Oberwössen und Unterwössen. Sie stehen heute bereits im fünften Einsatztag und leisten gemeinsam mit den unterstützenden Kräften von Feuerwehr, Bergwacht und Bayerischer Polizei unter schwierigen Bedingungen körperlich und mental anspruchsvolle Arbeit.

Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Oberwössen, Korbinian Mühlberger, würdigt den Einsatz aller beteiligten Kräfte: „Ich bin stolz auf unsere Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner sowie auf die Einsatzkräfte der Bergwacht und der Polizei. Viele stehen heute bereits den fünften Tag in Folge unter körperlich und mental äußerst fordernden Bedingungen im Einsatz.

Im steilen Gelände, bei großer Hitze und oft nur mit Handwerkzeugen leisten sie eine Arbeit, die kaum jemand von außen wahrnimmt, die aber entscheidend für den Einsatzerfolg ist. Jeder geöffnete und abgelöschte Glutstock bringt uns dem Einsatzziel ein Stück näher. Dieses Engagement, die hohe Professionalität und der starke Zusammenhalt aller Organisationen verdienen höchsten Respekt. Dafür möchte ich allen Einsatzkräften von Herzen danken.“

Unterwössens Bürgermeister Johannes Weber sagt am Sonntagvormittag: „Die vergangenen Tage haben gezeigt, dass wir uns auf unsere Einsatzorganisationen jederzeit verlassen können. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig leistungsfähige örtliche Feuerwehren und die Bergwacht für eine Gemeinde im Alpenraum sind. Dieses Ereignis hat uns allen vor Augen geführt, welchen unschätzbaren Wert ehrenamtliches Engagement für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger hat. Dafür bin ich außerordentlich dankbar.“

Fotos: Wolfgang Gasser, Franziska Kornes, Stefan Lohwieser (Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Vorangehende Meldung: Bayern: Bergwaldbrand bei Oberwössen: Nachlöscharbeiten konzentrieren sich mit 1.8.2026 auf Glutnester

Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert