Nö: Erneuter Waldbrand im Bezirk Baden, diesmal in Furth an der Triesting
FURTH AN DER TRIESTING (NÖ): Ein vermeintlicher Blitzschlag vom Vortag löste am Sonntagnachmittag, dem 02. August 2026, einen schweißtreibenden Waldbrandeinsatz im Bezirk Baden aus. Rund 30 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Furth und Weissenbach an der Triesting standen daraufhin im Gemeindegebiet Furth im Löscheinsatz.

Um 13.46 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren Furth und Weissenbach an der Triesting zu einem B2 „Vegetationsbrand-Waldgebiet“ über die Bereichsalarmzentrale Baden alarmiert. Passanten hatten eine Rauchentwicklung aus der Ferne gemeldet. Da der genaue Einsatzort unklar war, starteten die ersten Fahrzeuge eine Erkundungsfahrt. Im Bereich Maierhof/Niemtal wurden die Retter fündig: Auf Höhe der Firma unistrap stieg Rauch aus dem gegenüberliegenden Wald auf.

Schweißtreibender Aufstieg über Steilhang
Die Anfahrt über die Forststraße war nur der erste Schritt. Um direkt zum Brandherd zu gelangen, mussten die Feuerwehrleute die erforderlichen Geräte zu Fuß weiter transportieren. Es folgte ein mühsamer, steiler Aufstieg durch das unwegsame Gelände. Am Ziel angekommen zeigte sich das Ausmaß: Mehrere Quadratmeter Waldboden, Bäume bzw. Wurzelstöcke brannten. Spuren vor Ort deuten darauf hin, dass ein Blitzschlag der Gewitterzelle vom Samstag (01.08.) das Feuer entfacht hatte.
Bis die erforderlichen Schlauchleitungen aufgebaut waren, begann man mit Lösch-Rucksäcken und Waldbrandgerätschaften den Brand zu bekämpfen. Mit der anschließenden Vornahme zweier Löschleitungen konnte die weitere Brandausbreitung erfolgreich verhindert werden.

Löschwasserversorgung
Für die erforderliche Löschwasserversorgung musste auch eine zusätzliche, längere B-Leitung vom Bereich Furtherstraße/Parkplatz unistrap verlegt werden. Von wo aus einer Zisterne mittels Tragkraftspritze angesaugt und dann über das auf der Forststraße platzierte Großtanklöschfahrzeug (HLF 4 mit 8.000l Wassertank) der FF Furth das Löschwasser weitertransportiert wurde.

Glutnester im Boden: Extreme Belastung bei Sommerhitze
Nach der ersten Brandbekämpfung folgte die Detailarbeit. Die Helfer mussten den Waldboden rund um die Wurzelstöcke aufgraben. Mit der Wärmebildkamera konnten tiefliegende Glutnester aufgespürt werden, um diese gezielt ablöschen zu können – bei den aktuellen hochsommerlichen Temperaturen eine enorme körperliche Höchstleistung.

Einsatzende nach drei Stunden
Gegen 15.30 Uhr konnte Einsatzleiter OBI Christian Leitner (FF Furth/Triesting) schließlich „Brand aus“ vermelden. Nach den Abbau- und Aufräumarbeiten rückten die rund 30 Feuerwehrleute gegen 16.30 Uhr wieder in die Feuerwehrhäuser ein. Dort erfolgten noch Reinigungsarbeiten und die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft.
Bezirks-Feuerwehrkommando Baden

