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D: Großbrand in Bergheim fordert Feuerwehr 37 Stunden lang → vier Hubretter im Einsatz

BERGHEIM (DEUTSCHLAND): Mehr als 120 Einsatzkräfte, vier Hubrettungsgeräte, über zwei Kilometer Schlauchleitungen und rund 37 Stunden Einsatzdauer: Ein Großbrand im Gewerbegebiet von Bergheim-Paffendorf in Nordrhein-Westfalen hat die Feuerwehr von Freitagabend, 21. August, bis Sonntagmorgen, 23. August 2026, gefordert. Trotz massiver Brandausbreitung gelang es, etwa zwei Drittel einer betroffenen Lagerhalle zu erhalten. Verletzt wurde niemand.

Gegen 18.20 Uhr am Freitagabend wurde die Feuerwehr Bergheim zur Willy-Messerschmidt-Straße im Gewerbegebiet Paffendorf gerufen. Im Außenbereich eines Betriebes standen zunächst Dutzende Gitterboxen in Flammen, die mit Akkus und Elektroaltgeräten gefüllt waren. Das Feuer griff in weiterer Folge auf eine angrenzende Lagerhalle über. Die erhebliche Brandlast sowie eine starke Rauchentwicklung erschwerten die Löscharbeiten.

Massive Rauchentwicklung

Rund 100 Einsatzkräfte waren bereits in der Anfangsphase vor Ort. Mehrere Trupps nahmen die Brandbekämpfung von außen mit mehreren Strahlrohren auf, gleichzeitig wurde das Feuer über zwei Hubrettungsgeräte von oben bekämpft. Wegen der weithin sichtbaren Rauchwolke wurden Anwohner aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und den Einsatzbereich zu meiden. Weitere Kräfte rückten laufend nach.

Im Verlauf des Einsatzes wurde das Kräfteaufgebot weiter verstärkt. In der Spitze standen mehr als 120 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks (THW) und weiterer Organisationen im Einsatz. Insgesamt kamen vier Hubrettungsgeräte mit Wasserwerfern zum Einsatz. Unterstützung erhielt die Feuerwehr dabei unter anderem durch einen rund 90 Meter hohen Gelenkmast der RWE-Werkfeuerwehr. Für die Löschwasserversorgung wurden mehr als zwei Kilometer Schlauchleitungen verlegt.

Feuer am Samstagmorgen unter Kontrolle

Gegen 4.30 Uhr am Samstagmorgen konnte der Großbrand unter Kontrolle gebracht werden. Damit war die Arbeit jedoch noch lange nicht beendet. Immer wieder flammten Brandstellen innerhalb des betroffenen Bereichs erneut auf und mussten gezielt freigelegt und abgelöscht werden. Das THW unterstützte die Einsatzkräfte dabei mit einem speziellen Stapler. Mit diesem wurden unter anderem Gitterboxen und Gebäudeteile entfernt, um tieferliegende Glut- und Brandstellen erreichen zu können.

Die aufwendige Brandbekämpfung zeigte Wirkung: Trotz der massiven Brandausbreitung konnte ein großer Teil der angrenzenden Lagerhalle gehalten werden. Nach Angaben der Feuerwehr blieben etwa zwei Drittel des Gebäudes von den Flammen verschont. Verletzte gab es nicht.

Wegen der starken Rauchentwicklung führte die Feuerwehr während der Nacht vorsorglich Messungen im Stadtgebiet und in angrenzenden Bereichen durch. Dabei wurden keine auffälligen Werte festgestellt. Eine gesundheitlich relevante Schadstoffbelastung konnte laut Feuerwehr nicht nachgewiesen werden. Die zuvor ausgelöste Warnung über die Warn-App NINA wurde daraufhin zurückgenommen.

„Feuer aus“ nach rund 37 Stunden

Auch während des gesamten Samstags waren immer wieder aufflammende Brandstellen abzulöschen. Die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Bergheim arbeiteten dabei seit Samstagmorgen im Wechsel an der Einsatzstelle. Erst am Sonntagmorgen um 7.30 Uhr konnte schließlich „Feuer aus“ gemeldet werden. Damit endete der Einsatz rund 37 Stunden nach der ersten Alarmierung.

Am Sonntag sollte die Brandstelle nochmals kontrolliert werden, um verbliebene Glutnester auszuschließen. Gleichzeitig begann für die Feuerwehr die umfangreiche Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft. Fahrzeuge, Geräte und Materialien mussten gereinigt und überprüft werden. Alleine die mehr als zwei Kilometer an verlegten Schlauchleitungen waren nach dem Einsatz zu reinigen, zu prüfen und wieder einsatzbereit zu machen.

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