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Salzburger AS-Leistungsprüfung Herbst 2026 in Bronze, Silber und Gold

SALZBURG: Am Samstag, dem 10. Oktober 2026, stand die Landesfeuerwehrschule Salzburg ganz im Zeichen der Sicherheit, Präzision und körperlichen Höchstleistung. Bei der Atemschutzleistungsprüfung (ASLP) Herbst 2026 stellten sich insgesamt 37 Atemschutztrupps aus dem gesamten Bundesland den strengen Prüfungsrichtlinien des Landesfeuerwehrverbandes Salzburg, um ihr Können in den drei Leistungsstufen Bronze, Silber und Gold unter Beweis zu stellen.

Praxisnahe Spitzenausbildung für den Ernstfall

Ziel und Zweck der Atemschutzleistungsprüfung ist es, die im Rahmen der Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule sowie in den laufenden Ausbildungen der Ortsfeuerwehren erworbenen Kenntnisse zu perfektionieren. Die Prüfung gilt als wesentliche Ergänzungsausbildung, um die fordernden Aufgaben im Atemschutzeinsatz noch sicherer, effizienter und vor allem unfallfrei zu bewältigen.

Dass die Möglichkeit intensiv genutzt wird, diese Leistungsprüfung zu absolvieren, bewiesen die beeindruckenden Teilnehmerzahlen des heutigen Bewerbstages:

  • Stufe I (Bronze): 14 Trupps
  • Stufe II (Silber): 11 Trupps
  • Stufe III (Gold): 12 Trupps

Insgesamt absolvierten somit 111 Feuerwehrkameradinnen und -kameraden die anspruchsvollen Stationen.

Stationen verlangen Theorie, Technik und Teamwork

Je nach Leistungsstufe mussten die Trupps – bestehend aus jeweils drei Atemschutzgeräteträgern (Truppführer, Truppmann 1 und Truppmann 2) – fünf vorbereitete Stationen durchlaufen:

  1. Station 1 – Theoretische Prüfung: Schriftliche Wissensüberprüfung zu Gerätekunde und Einsatztaktik.
  2. Station 2 – Ausrüsten mit Atemschutzgerät & Chemikalienschutzanzug der Schutzstufe 3
    • In den Stufen Bronze & Silber: Vorbereitung und fehlerfreies, zeitkritisches Anlegen der Pressluftatmer und der persönlichen Schutzausrüstung.
    • In der Königsdisziplin Gold: Das fachgerechte und sichere Anlegen eines gasdichten Vollschutzanzuges der Schutzstufe 3 inklusive Dichtheits- und Funküberprüfungen.
  3. Station 3 – Menschenrettung und Ausrüsten mit Atemschutzgerät unter Zeitdruck
    • Bronze/Silber: Menschenrettung aus dem 2. Obergeschoß über das Stiegenhaus unter Einsatz von Rückzugsleine und Tragetuch.
    • Gold: Präzises Vorbereiten und Anlegen der Atemschutzgeräte unter extremen Zeitdruck (Sollzeit: 3 Minuten).
  4. Station 4 – Innenangriff & Brandbekämpfung:
    • Bronze/Silber: Brandbekämpfung im 2. Obergeschoß über die Außenstiege mit Hohlstrahlrohr und exakter Berechnung des Rückmarschzeitpunktes.
    • Gold: Innenangriff mit Wärmebildkamera, Schlauchleitung, Türöffnungsprozedur und Personensuche mit Crashtrettung im stark verrauchten Gebäude
  5. Station 5 – Gerätekunde, Überprüfung & Hygiene: Ordnungsgemäßes Ablegen der Geräte, eigenständiger Flaschenwechsel, Durchführung der Sicherheits-Kurzprüfungen (Flaschendruck-, Hochdruckdicht- und Restluftwarnprüfung) sowie die finale Vorreinigung und Pflege der Atemschutzmasken.

Ehrengäste würdigen die Leistungen

Von der hervorragenden Ausbildungsqualität und dem enormen Einsatzwillen der Salzburger Feuerwehrmitglieder überzeugten sich vor Ort zahlreiche hochrangige Vertreter des Feuerwehrwesens.

Neben Landesfeuerwehrkommandant FVPräs Günter Trinker zeigten sich auch Bewerbsleiter OBR Hannes Pfeifenberger sowie die Bezirksfeuerwehrkommandanten OBR Leonhard Ernst (Lungau), OBR Klaus Lugstein (Flachgau) und der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Bewerbe und Leistungsprüfungen BR Peter Leo, tief beeindruckt von den gezeigten Leistungen.

In ihren Grußworten hoben die Ehrengäste hervor, dass der Atemschutz die Speerspitze der feuerwehrtechnischen Brandbekämpfung und Menschenrettung darstellt. Die gezeigte Präzision unter Einhaltung strenger Zeitfenster und Sicherheitsstandards sei der beste Beweis für das hohe Ausbildungsniveau der Salzburger Feuerwehren.

Landes-Feuerwehrverband Salzburg

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