NL: Großbrand in Lagerhalle bei Schiphol – Rauchwolke führt zur Sperre einer Start- und Landebahn
AALSMEER (NIEDERLANDE): Ein Großbrand in einer Lagerhalle in Aalsmeer unweit des Flughafens Amsterdam-Schiphol hat am Montag, 12. Oktober 2026, für eine weithin sichtbare schwarze Rauchwolke gesorgt. Wegen der Rauchentwicklung musste auf dem Flughafen vorübergehend sogar eine Start- und Landebahn gesperrt werden. Fünf Wohnhäuser wurden vorsorglich evakuiert. Verletzt wurde nach bisherigem Stand niemand.
Die ersten Meldungen über den Brand an der Aalsmeerderweg gingen gegen 13.00 Uhr bei den Einsatzkräften ein. Die Feuerwehr stufte das Ereignis rasch als „sehr großen Brand“ ein. Zusätzlich wurde GRIP 1 ausgelöst – eine niederländische Führungsstufe, bei der aufgrund der Größe beziehungsweise Komplexität eines Ereignisses mehrere Behörden und Einsatzorganisationen koordiniert zusammenarbeiten. Beim Eintreffen stand die Lagerhalle bereits in erheblichem Umfang in Brand. Nach Angaben der Veiligheidsregio Amsterdam-Amstelland befanden sich unter anderem Fahrzeuge im Gebäude. Später wurde bekannt, dass zahlreiche Mieter dort Oldtimer, Motorräder, Möbel und weitere Gegenstände eingelagert hatten.
Massive Rauchwolke über der Region
Der Brand verursachte eine dichte schwarze Rauchsäule, die über weite Teile der Region hinweg sichtbar war. Wie NH Nieuws berichtet, konnte die Rauchentwicklung unter anderem aus Haarlem und Breukelen beobachtet werden. Die Feuerwehr konzentrierte sich neben der eigentlichen Brandbekämpfung insbesondere darauf, eine Ausbreitung auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Bewohner im Bereich der Rauchwolke wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und mechanische Lüftungsanlagen abzuschalten. Fünf Wohnhäuser, die unmittelbar im Bereich der Rauchentwicklung lagen, wurden vorsorglich geräumt. Für die betroffenen Bewohner wurde eine Unterbringungsmöglichkeit organisiert. Personen kamen nach den vorliegenden Informationen nicht zu Schaden.
Start- und Landebahn auf Schiphol gesperrt
Aufgrund der Nähe zum Flughafen Amsterdam-Schiphol hatte die Rauchwolke auch Auswirkungen auf den Flugbetrieb. Die sogenannte Buitenveldertbaan wurde vorübergehend gesperrt. Nach Angaben des Flughafens beziehungsweise der niederländischen Flugsicherung hatte die Sperre jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf ankommende oder abfliegende Flugzeuge. Nachdem sich die Situation entspannte, konnte die Piste wieder freigegeben werden.
Halle für Nachlöscharbeiten teilweise abgetragen
Am Nachmittag konnte der Großbrand unter Kontrolle gebracht werden. Damit war der Einsatz für die Feuerwehr jedoch noch lange nicht beendet. Innerhalb der zerstörten Halle befanden sich weiterhin schwer zugängliche Brand- und Glutnester. Gegen Abend rückte deshalb schweres Gerät an. Wie die Sicherheitsregion mitteilte, wurde ein Kran eingesetzt, um Teile der beschädigten Konstruktion abzutragen und der Feuerwehr einen besseren Zugang zu den verbliebenen Brandstellen zu ermöglichen. Gegen 17.47 Uhr war die Rauchentwicklung bereits weitgehend zurückgegangen, Nachlöscharbeiten waren jedoch weiterhin erforderlich.
Am Tag danach zeigte sich das Ausmaß des Schadens. Von großen Teilen der Halle blieb lediglich ein Haufen aus verkohltem und verformtem Stahl zurück. Zwischen den Trümmern befanden sich zahlreiche ausgebrannte Fahrzeuge. Nach Recherchen von NH Nieuws hatten mehrere Mieter teilweise über Jahre restaurierte Oldtimer und Motorräder in der Halle abgestellt. Die Ursache des Brandes war auch am Tag danach nicht geklärt. Unter Mietern kursierten Vermutungen über einen möglichen Zusammenhang mit einer Fahrzeugbatterie; bestätigt wurde dies jedoch ausdrücklich nicht.


