Nö: Güterwaggon und Pkws brennen nach Kollision im Bereich Wien-Schwechat
SCHWECHAT (NÖ) | WIEN: Ein Zusammenstoß zweier Güterzüge – so berichtet der ORF – hat am späten Dienstagnachmittag, 20. Oktober 2026, im Zentralverschiebebahnhof Wien-Kledering an der Grenze zwischen Niederösterreich und Wien einen Großbrand ausgelöst. Mehrere mit Fahrzeugen beladene Eisenbahnwaggons gerieten in Brand. Ein Großaufgebot an Feuerwehrkräften stand im Löscheinsatz.


Gegen 17.25 Uhr kam es im Bereich des Zentralverschiebebahnhofs zu einer sogenannten Flankenfahrt. Dabei kollidierten zwei Güterzüge seitlich miteinander. Nach ersten Informationen entgleisten mehrere Waggons, die mit Autos beladen waren. Zumindest ein Waggon geriet in Vollbrand, wobei sich die Flammen auch auf transportierte Fahrzeuge ausbreiteten.


Eine mächtige, weithin sichtbare Rauchwolke stieg über dem Bahnhofsgelände auf. Die Einsatzstelle wurde großräumig abgesperrt und ein umfangreicher Feuerwehreinsatz eingeleitet. Neben den alarmierten Feuerwehrkräften standen auch Einsatzfahrzeuge der Betriebsfeuerwehr des Flughafens Wien zur Unterstützung bereit.


Nach ersten Medienberichten sollen sich unter den transportierten Fahrzeugen auch Elektroautos befunden haben. Ob und in welchem Umfang deren Antriebsbatterien vom Brand betroffen waren, ist derzeit nicht bekannt. Während die ersten Meldungen der ÖBB von keinen Verletzten ausgehen, berichteten andere Medien über einen möglicherweise verletzten Lokführer. Eine gesicherte Bestätigung dazu liegt vorerst nicht vor.


Der Personenverkehr der ÖBB ist nach bisherigen Angaben von dem Zwischenfall nicht unmittelbar betroffen. Die Ursache der Kollision ist derzeit noch unklar. Nach Informationen des ORF dürfte der Brand gegen 19 Uhr bereits weitgehend gelöscht gewesen sein.

Weitere Angaben zum genauen Schadensausmaß, zur Anzahl der betroffenen Waggons und zum Umfang des Feuerwehreinsatzes liegen per 19.30 Uhr noch nicht vor.
Update: Elf Feuerwehren mit rund 80 Kräften im Einsatz – Löschwasserversorgung schwierig
Wie im Laufe des Dienstagabends bekannt wurde, standen nach der Kollision zweier Güterzüge im Zentralverschiebebahnhof Wien-Kledering insgesamt elf Feuerwehren mit rund 80 Einsatzkräften im Einsatz. Das teilte Klaus Stebal vom niederösterreichischen Landesfeuerwehrkommando mit.

Die Brandbekämpfung gestaltete sich aufgrund der örtlichen Gegebenheiten auf dem weitläufigen Bahnhofsgelände und der schwierigen Löschwasserversorgung aufwendig. Zur Unterstützung rückte unter anderem auch die Betriebsfeuerwehr des Flughafens Wien mit einem Flugfeldlöschfahrzeug an. Ebenso war die Berufsfeuerwehr Wien in den Einsatz eingebunden.

Mehrere Waggons sowie darauf transportierte Neuwagen wurden ein Raub der Flammen. Unter der Ladung befanden sich sowohl Elektroautos als auch Fahrzeuge mit herkömmlichem Verbrennungsmotor. Inwieweit Hochvoltbatterien vom Brand betroffen waren, ist bislang nicht bekannt.

Auch die Polizei stand mit acht Streifen im Einsatz und setzte zur Erkundung der Unfallstelle eine Drohne ein. Der Rettungsdienst war ebenfalls mit mehreren Fahrzeugen vor Ort.

Der Brand konnte am Abend gelöscht werden. Gegen 19.30 Uhr waren die Feuerwehrkräfte noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Trotz des erheblichen Schadensausmaßes wurde nach Angaben von ÖBB-Sprecher Daniel Pinka niemand verletzt. Der Personenverkehr war vom Zwischenfall nicht betroffen.

Die Ursache der Flankenfahrt ist weiterhin Gegenstand von Untersuchungen. Angaben zur Höhe des entstandenen Sachschadens liegen vorerst nicht vor.

