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OÖ investiert in Sicherheit → neues digitales Lagezentrum löst DigiKAT ab und neues Feuerwehrzentrum

Oberösterreich setzt die nächsten Schritte für noch mehr Sicherheit im Land: Gegen Ende Oktober 2026 wurde der Startschuss für die Ausschreibung für eine neue Krisenmanagement-Software und die Programmierung des digitalen Landeslagezentrums gegeben. Damit sollen laut Aussendung des Landes Oberösterreich vom 27. Oktober 2026 künftig alle Einsatzorganisationen, Gemeinden, Bezirkshauptmannschaften und das Land auf einer gemeinsamen digitalen Plattform zusammenarbeiten können. Bereits vergangene Woche hat die Landesregierung zudem den Weg für das neue Landes-Feuerwehrzentrum in St. Marien freigemacht.

„Ob Hochwasser, Unwetter oder andere Krisen: Im Ernstfall zählt jede Minute. Entscheidend ist, dass alle Einsatzkräfte und Behörden rasch über dieselben Informationen verfügen und bestmöglich zusammenarbeiten können. Genau dafür schaffen wir mit dem digitalen Landeslagezentrum die Voraussetzungen. Gleichzeitig investieren wir mit dem neuen Feuerwehrzentrum in eine moderne Infrastruktur für unsere Feuerwehren. Sicherheit darf keine Frage des Zufalls sein. Wir bereiten uns vor, bevor der Ernstfall eintritt. OÖ tut was“, sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Ein gemeinsames Lagebild für alle Einsatzkräfte

Die neue Software löst das mehr als 20 Jahre alte System DigiKAT ab. Sie soll künftig als zentrale digitale Plattform für das Krisen- und Katastrophenmanagement in Oberösterreich dienen. Informationen können damit vom Einsatzort über die Gemeinden und Bezirke bis zum Landeslagezentrum und zum Landeskrisenstab rasch und ohne Informationsverluste ausgetauscht werden.

Die wesentlichen Vorteile:

  • Ein Lagebild in Echtzeit: Alle zuständigen Stellen verfügen über aktuelle Informationen und können schneller reagieren.
  • Bessere Zusammenarbeit: Feuerwehren, Rettungsorganisationen, Behörden und weitere Einsatzkräfte können auf einer gemeinsamen Plattform zusammenarbeiten.
  • Schnellere Entscheidungen: Informationen werden zentral erfasst, Maßnahmen besser koordiniert und Einsätze nachvollziehbar dokumentiert.
  • Weniger Bürokratie: Mehrfache Dateneingaben und unnötige Informationswege werden vermieden.
  • Bessere Vorbereitung: Das System unterstützt auch Katastrophenschutzübungen, Schulungen und die Einsatzplanung.
  • Im Endausbau sollen auch Bürgerinnen und Bürger im Krisenfall online auf aktuelle Lageinformationen zugreifen können.

„Unsere Einsatzorganisationen leisten tagtäglich hervorragende Arbeit. Mit der neuen Software geben wir ihnen ein Werkzeug in die Hand, das die Zusammenarbeit erleichtert und wertvolle Zeit spart. Denn je schneller Informationen dort ankommen, wo Entscheidungen getroffen werden, desto rascher kann geholfen werden“, so LH Stelzer.

Rund 100 Millionen Euro für neues Landes-Feuerwehrzentrum

Parallel zur Digitalisierung stärkt Oberösterreich auch die Infrastruktur seiner Einsatzorganisationen. Mit dem Beschluss der Landesregierung für das neue Landes-Feuerwehrzentrum in St. Marien wurde vor zwei Wochen ein weiteres wichtiges Sicherheitsprojekt auf den Weg gebracht. Rund 100 Millionen Euro sind für das neue Zentrum vorgesehen. „Unsere rund 95.000 Feuerwehrmitglieder sind eine tragende Säule der Sicherheit in Oberösterreich. Sie verdienen die beste Ausbildung, moderne Ausrüstung und eine Infrastruktur, auf die sie sich verlassen können. Mit dem neuen Feuerwehrzentrum und dem digitalen Landeslagezentrum investieren wir in beides: in die Menschen, die uns schützen, und in die Technik, die sie dabei unterstützt“, sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Feuerwehr-Landesrätin Michaela Langer-Weninger: „Die Arbeit am Krisen- und Katastrophenschutzmanagement in Oberösterreich läuft auf Hochtouren. Denn Oberösterreich tut was, um für den Ernstfall bestmöglich gerüstet zu sein. Mit der Ausschreibung für die neue Einsatz-Führungs-Unterstützungssoftware setzen wir den nächsten wichtigen Schritt. Ziel ist es, unsere Einsatzkräfte und Behörden noch besser zu vernetzen, Informationen rascher verfügbar zu machen und im Krisenfall eine effiziente Einsatzführung zu ermöglichen.“

Landespolizeidirektor Andreas Pilsl: „Im Einsatz muss jeder Handgriff sitzen. Wenn alle Einsatzorganisationen auf demselben Informationsstand sind, können wir schneller reagieren, unsere Kräfte gezielter einsetzen und uns besser auf unterschiedliche Szenarien vorbereiten. Das neue digitale Lagezentrum ist ein Meilenstein in der Zusammenarbeit der Einsatzorganisationen. Es verbessert die Zusammenarbeit dort, wo sie im Ernstfall besonders wichtig ist: bei der gemeinsamen Lagebeurteilung und bei raschen, abgestimmten Entscheidungen. Ein wichtiger Schritt für die Sicherheit der Menschen in Oberösterreich.“

OÖ. Rotkreuz-Präsident Dipl.-Päd. Gottfried Hirz: „Hinter jedem Katastropheneinsatz stehen Menschen, die auf rasche und professionelle Hilfe angewiesen sind. Unsere Aufgabe ist es, auch in außergewöhnlichen Situationen handlungsfähig zu bleiben. Dafür brauchen wir neben gut ausgebildeten Einsatzkräften auch funktionierende Informationswege und eine enge Zusammenarbeit mit allen Partnerorganisationen. Das neue digitale Landeslagezentrum kann dazu beitragen, Hilfe noch besser zu koordinieren und dort ankommen zu lassen, wo sie am dringendsten benötigt wird.“

Feuerwehrpräsident Robert Mayer: „Mit der jetzt erfolgten Ausschreibung für eine umfassende, digitale Anwendung zur Unterstützung der Behörden und Einsatzorganisationen in der Einsatzführung gehen wir in Oberösterreich einen zukunftsorientierten und beispielgebenden Weg. Damit eröffnen sich gänzlich neue Chancen in der Vorbereitung und Bewältigung der immer herausfordernder werdenden Einsatzszenarien.

“OÖ Militärkommandant Dieter Muhr: „Durch das neue Lagezentrum mit seinem umfassenden digitalen Lagebild verschmelzen die Informationen aller Akteure in Echtzeit, wodurch wir als Bundesheer unsere zivil-militärische Unterstützung im Ernstfall noch schneller, koordinierter und zielgerichteter für die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher einbringen können.“

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