D: Vollbrand eines Gewerbesbetriebes in Krefeld
KREFELD (DEUTSCHLAND): Ein Großbrand in einem Gewerbebetrieb auf der Weyerhofstraße im Stadtteil Inrath hat am Mittwoch, 4. November 2026, einen Großeinsatz der Feuerwehr Krefeld ausgelöst. Die aufwendigen Löscharbeiten dauerten bis in die Abendstunden an. In der Spitze waren rund 120 Einsatzkräfte im Einsatz.
Gegen 04:42 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Brand in dem Gewerbebetrieb alarmiert. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand das Gebäude in Vollbrand. Aufgrund der massiven Brandausbreitung und der damit verbundenen Einsturzgefahr erfolgte die Brandbekämpfung ausschließlich von außen, unter anderem über mehrere Drehleitern. Ein unmittelbar angrenzendes Mehrfamilienhaus wurde vorsorglich evakuiert. Rund 20 Bewohnerinnen und Bewohner konnten vorübergehend in einem bereitgestellten Bus der Stadtwerke Krefeld untergebracht werden. Von den Bewohnern wurde niemand verletzt. Im Verlauf der Einsatzmaßnahmen zog sich ein Feuerwehrmann eine Verletzung zu und wurde zur weiteren Untersuchung und Behandlung in ein Krankenhaus transportiert.
Die erhebliche Rauchentwicklung machte eine Warnung der Bevölkerung erforderlich. Anwohnerinnen und Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Klima- und Lüftungsanlagen abzuschalten. Die im Umfeld der Einsatzstelle durchgeführten Luftmessungen ergaben keine Hinweise auf gesundheitsgefährdende Schadstoffkonzentrationen. Die Brandbekämpfung erforderte einen umfangreichen Personal- und Materialeinsatz. Neben beiden Wachen der Berufsfeuerwehr Krefeld, allen Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Krefeld und dem Rettungsdienst der Stadt Krefeld waren auch Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Duisburg, Kempen und Meerbusch sowie der Werkfeuerwehr Chempark beteiligt. Darüber hinaus unterstützten das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und das Technische Hilfswerk (THW) die Einsatzmaßnahmen.
In der Spitze waren rund 120 Einsatzkräfte der verschiedenen Organisationen vor Ort. Um den Brandschutz und die Hilfeleistung im übrigen Stadtgebiet während des Großeinsatzes jederzeit sicherzustellen, wurden die Feuerwachen durch zusätzliche Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr besetzt. Die Brandbekämpfung gestaltete sich aufgrund der Gebäudestruktur und der anhaltenden Einsturzgefahr besonders aufwendig. Insbesondere das Ablöschen verbliebener Glutnester erforderte umfangreiche Nachlöscharbeiten, die sich über den gesamten Tag bis in die Abendstunden erstreckten.
Mit etwa 21.30 Uhr des 4. November 2026 war das Feuer vollständig gelöscht. Zu dieser Zeit wurden an der Einsatzstelle noch abschließende Aufräumarbeiten durchgeführt. Eine Brandwache blieb bis in die Nacht vor Ort, um bei einem möglichen Wiederaufflammen einzelner Glutnester unmittelbar eingreifen zu können. Für Donnerstag, 5. November 2026, werden keine weiteren Einschränkungen für den Betrieb von Schulen und Kindertageseinrichtungen im betroffenen Bereich erwartet.

