Hitze führte zur Explosion eines Gefahrgutcontainers
Radfeld (Tirol): defektes Kühlaggregat hat Montagabend in Radfeld eine Explosion von Gefahrengut ausgelöst. Feuerwehren brachten den Brand unter Kontrolle, verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand.
Nach Angaben der Gendarmerie lagert ein Unternehmen auf einem Firmengelände in Radfeld auf einer angemieteten Stellfläche einen Kühlcontainer, der als Zwischenlager von Gefahrengut dient. Am Freitag lagerte das Unternehmen in diesem Kühlcontainer Plastikfässer zu je 25 Kilogramm ein, die mit dem Stoff Diacetylperoxid gefüllt waren. Insgesamt wurden davon an die fünf Tonnen gelagert. Montagnachmittag trat am Kühlaggregat offensichtlich ein Defekt auf, der nicht repariert werden konnte. Der 59-jährige Geschäftsführer des Unternehmens musste schließlich die Feuerwehr Radfeld sowie die Feuerwehr der Firma Sandoz in Kundl verständigen, um mit Wasser eine Kühlung des Containers sowie der Fässer vorzunehmen.
Gegen 19.45 Uhr geriet die Sache jedoch außer Kontrolle, wobei sich im Container ein Brand entwickelte, der auf sämtliche Fässer übergriff. In weiterer Folge wurden die Feuerwehren von Rattenberg und Kundl alarmiert. Insgesamt befanden sich an der Brandstelle an die 100 Mann mit insgesamt 13 Fahrzeugen ein. Eine Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung habe zu keinem Zeitpunkt des Brandes bestanden. Das verunreinigte Löschwasser sei in ein im Gewerbegebiet befindliches Auffangbecken abgeflossen, so dass auch keine Umweltgefährdung für die umliegenden Gewässer bestand.
Das verunreinigte Löschwasser sowie die Rückstände des gelagerten Stoffes wurden von einer Spezialfirma entsorgt. Die gelagerte Ware wurde zur Gänze zerstört, wodurch dem Unternehmen ein Schaden in der Höhe von etwa 35.000 Euro entstand.
