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Wieder neuer Anlauf für Blaulicht-Funknetz

Tirol: Das Innenministerium schreibt gemeinsam mit dem Land Tirol die Errichtung und den Betrieb eines Funknetzes für Exekutive und Blaulichtorganisationen aus. Tirol soll dabei Vorreiter unter den Bundesländern sein.

Mit der Versendung der Ausschreibungsbekanntmachung nach Brüssel wurde das Verfahren am Montag eingeleitet. Die Ausschreibung erfolgt in zwei Stufen. Die erste Phase wird die Interessentensuche sein. Spätestens bis Herbst 2004 soll über die Vergabe entschieden werden. Damit werden Errichtung und Betrieb eines High-Tech-Funksystem für effizient geführte und koordinierte Einsätze aller Blaulichtorgansiationen gewährleistet, heißt es in der Aussendung des Innenministeriums.

Das Projekt werde künftig nicht mehr „Adonis“ heißen, sagte der Sprecher von Innenminister Ernst Strasser (ÖVP), Johannes Rauch. Das Bundesland Tirol, wo bereits einiges in den Aufbau eines digitalen Funknetzes investiert wurde, soll dabei eine Vorreiterrolle spielen und helfen, alle anderen Bundesländer mit ins Boot zu holen. Zuletzt hatte man in der Bundeshauptstadt vor allem in Tirol und Niederösterreich Insellösungen befürchtet.

Das 310 Millionen Euro schwere Adonis-Projekt war Ende Juni durch eine Vertragsaufkündigung des Innenministeriums und des Betreiberkonsortiums „master-talk“ gescheitert, nachdem der Auftrag 2002 an „master-talk“ vergeben worden war. Das Innenministerium hatte „master-talk“ mangelhaftes Projektmanagement und „deutliche technische Mängel“ vorgeworfen, außerdem war man sich in Finanzierungsfragen uneinig.

ORF

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