Brand

Flammenwand am Flughafen Linz-Hörsching

Linz – Hörsching (Oö): Mehr als 100 Feuerwehrmänner kämpften in der Nacht auf Donnerstag gegen ein Feuer im Frachtenteil des Flughafens Hörsching. Aus noch ungeklärten Gründen war eine mobile Lagerhalle in Flammen aufgegangen.

Die Feuerwehren konnten ein Übergreifen der Flammen verhindern. Kurz vor 22.00 Uhr ging der Notruf beim Landesfeuerwehrkommando ein. Als erster am Brandherd war die Feuerwehr des Hörschinger Flughafens selbst. Eine mehrere hundert Meter große Zeltlagerhalle wenige Meter neben dem Rollfeld stand zu diesem Zeitpunkt in Flammen, so Wolfgang Lehner, Abschnitts-Feuerwehrkommandant von Linz-Land.

Eine riesige Rauchwolke stand über dem Frachtenlager. Weil die Feuerwehrmänner nicht wussten, was in der Zelthalle gelagert wird, trugen viele schwere Atemschutzausrüstung. Wenige Meter entfernt landeten in der Zwischenzeit die letzten Flugzeuge, der Flugbetrieb in Hörsching musste nicht eingestellt werden, da die Lagerhalle zwar außerhalb des Rollfeldes ist, doch innerhalb der Flughafenabsperrungen. Einige Feuerwehren standen deshalb vor verschlossenen Toren. Nach knapp zwei Stunden hatten die zwölf Feuerwehren das Feuer unter Kontrolle. Die Brandursache ist noch unklar.

Während der Löscharbeiten musste plötzlich Umweltalarm ausgelöst werden, da sich das Löschwasser grün färbte. Schuld daran war vermutlich ein giftiger Farbstoff. Am Vormittag untersuchen bereits Fachleute der Wasserrechtsbehörde den Brandherd am Flughafen Hörsching. Die Männer am Brandherd trugen Atemschutzausrüstungen. Ein Vorsichtsmaßnahme, da niemand wusste, was in der Halle gelagert war. Vorsicht die sich auszahlte, den während des Löschens färbte sich plötzlich das Wasser, in dem die Feuerwehrmänner knöcheltief standen grün.

Ein Chemiker stellte fest, dass offenbar ein giftige Blei-Chrom Verbindung ins Wasser gelangt war, vermutlich von einem dort gelagerten Farbstoff. Das Löschwasser wurde vorsichtshalber abgepumpt und muss nun entsorgt werden.

Update: Keine Gefahr für Boden und Grundwasser sieht die BH Linz-Land nach dem Brand in einer Lagerhalle am Flughafen Linz. Beim Löschen hatte sich das Wasser grün gefärbt. Chemiker stellten eine Verunreinigung mit einem Blei-Chrom-Gemisch fest. Dort wo die Zeltlagerhalle stand, sind heute Reinigungstrupps im Einsatz.

Sie sollen auch noch die letzten Löschwasserreste bergen und entsorgen. Angeordnet wurde dies von der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land. Dort geht man im Übrigen davon aus, dass keine Gefahr für die Umwelt oder das Grundwasser bestanden habe, bestätigt Isabella Zopf von der Sicherheitsabteilung. Rund 120 Sack mit einem blei-chromhältigen Farbstoffpigment sind während der Brandbekämpfung ins Löschwasser gelangt. Der umweltgefährdende Stoff sorgte für die Grünfärbung des Wassers und überraschte in der Nacht auch die Feuerwehr. Beim Löscheinsatz war nicht bekannt, was in der Zelthalle gelagert ist und ob darunter gefährliche Stoffe sind.
Kein Einzelfall beim Einsatz, bestätigt Wolfgang Lehner, Abschnittsfeuerwehrkommandant von Linz-Land und am Flughafen Einsatzleiter: „Wir müssen in diesem Zusammenhang immer mit dem Schlimmsten rechnen. Wir sind deshalb auch mit schweren Atemschutz vorgegangen, um unsere Leute dementsprechend auch zu schützen.“ Am Brandherd selbst laufen seit der Morgenstunden die Erhebungen der Sachverständigen. Noch ist die Brandursache unklar. Ermittelt wird auch, ob die umweltgefährdenden Stoffe ordnungsgemäß gelagert waren, so Isabella Zopf von der BH Linz-Land.

Im Einsatz gestandene Feuerwehren: FF Hörsching, FF Breitbrunn, FF Rutzing, BTF Flughafen, Militärfeuerwehr, FF Traun, FF Pasching, FF Oftering, FF Leonding, FF Kirchberg-Thening.

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